8594e10dce231b66965c4faef20fec0e_w1170_h600_cp missio München - Afrikatag 2019: missio setzt sich gegen Diskriminierung ein

missio München ruft zur Kollekte für den Afrikatag 2019 auf. Sie wird in den bayerischen Diözesen und im Bistum Speyer am 6. Januar unter dem Leitwort "Damit Sie das Leben haben" (Joh 10,10) gesammelt und kommt Priestern und Ordensfrauen in den bedürftigsten Ländern in Afrika zugute. Im Mittelpunkt der Aktion steht in diesem Jahr Gambella im äußersten Westen Äthiopiens. Diese Region an der Grenze zum Südsudan war und ist Ziel von Sklaven- und Menschenhändlern.

Bis heute wird die Bevölkerung aufgrund ihrer Lebensweise und der dunklen Hautfarbe diskriminiert. Gemeinsam mit Kirchenvertretern vor Ort kämpft missio gegen Diskriminierung und Menschenrechtsverletzungen, engagiert sich in der Friedensarbeit zwischen verfeindeten Volksgruppen und setzt sich für eine Verbesserung der Lebensverhältnisse ein.

„Im Grenzgebiet zum Südsudan kommt es immer wieder zu ethnischen Spannungen. Das menschliche Leben hat hier keinen Wert. Doch die Menschen interessieren sich für den Glauben. Sie fangen an, das Leben als wertvoll anzusehen. Das Leben in den Dörfern ändert sich. Wir würden gerne noch so viel mehr tun, aber wir sind zu wenige“, berichtet Pfarrer Tesfaye Petros über die Lage in Gambella. Er hat sich ganz bewusst für den Einsatz in einer der gefährlichsten Regionen Äthiopiens entschieden. Er will für die Menschen da sein, deren Leben von Armut und gewaltsamen Konflikten geprägt ist – auch für die Flüchtlinge, die vor den Kämpfen in ihrer Heimat Südsudan nach Gambella geflohen sind.

„Die Kollekte zum Afrikatag ermöglicht es uns, die Ausbildung von Priestern und Ordensschwestern in Afrika zu sichern, die Arbeit der Kirche für die Gesellschaft zu stärken und uns so für bessere Lebensbedingungen in Ländern wie Äthiopien einzusetzen“, betont missio-Präsident Monsignore Wolfgang Huber. Der Afrikatag ist die älteste weltkirchliche Spendensammlung der katholischen Kirche. Papst Leo XIII. hatte sie im Jahr 1891 ins Leben gerufen, um die Sklaverei zu bekämpfen.

Beitragsbild: Hartmut Schwarzbach

 

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