Delegationsreise WMS 2020 Senegal

Interreligiöser Dialog und die Vermeidung von Konflikten zwischen verschiedenen Religionen und Ethnien stehen im Mittelpunkt einer Delegationsreise nach Senegal unter der Leitung des Passauer Bischofs Stefan Oster und missio-Präsident Monsignore Wolfgang Huber. Die Abordnung aus der Diözese Passau und Vertretern des Internationalen katholischen Missionswerks missio München sind bis 18. Februar bei Projektpartnern in Senegal unterwegs. Der Fokus des Monats der Weltmission im Oktober – der größten Solidaritätsaktion der Katholiken weltweit – liegt in diesem Jahr auf Westafrika und dem Thema „Frieden“.

Die Sicherheitslage in Westafrika verschlechtert sich derzeit zunehmend. In etlichen Ländern der Region toben seit Jahren Konflikte, islamistischer Extremismus nimmt zu. Senegal selbst blieb bislang von terroristischen Anschlägen verschont. „Unsere Projektpartner hier setzen sich mit aller Kraft für den Frieden ein. Wir erleben, dass Interreligiöser Dialog hier kein leeres Wort ist. Er findet im Alltag statt. Christen und Muslime sind Nachbarn, es gibt auch viele gemischte Familien. Sie arbeiten gemeinsam auf dem Feld, viele muslimische Kinder gehen in katholische Schulen, “ berichtet missio-Präsident Monsignore Wolfgang Huber.

Bischof Oster würdigte ebenfalls die großen Anstrengungen für den Interreligiösen Dialog in Senegal. „Nur gemeinsam schaffen wir es, den Frieden zu sichern. Und wer, wenn nicht die Gläubigen der Religionen, die an einen Gott des Friedens glauben, können hier vorangehen.“

Im Monat der Weltmission im Oktober werden für missio Gäste aus Senegal, Niger, Mali und Burkina Faso in den bayerischen Diözesen sowie im Bistum Speyer unterwegs sein, um ihre Friedens- und Versöhnungsarbeit vorzustellen. „Wir wollen dadurch das weltweite Friedensnetz, zu dem wir als Teil der katholischen Kirche gehören, sichtbar machen und stärken“, betont missio-Präsident Monsignore Huber. Die zentralen Festlichkeiten zum Weltmissionssonntag 2020 finden im Bistum Passau statt.

 

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