Auftakt WMS 2019 missio Delegeationsreise Nordostindien

Friedensarbeit, Frauenförderung und die Vermittlung christlicher Werte durch Priester, Laien und Ordensleute – das waren die zentralen Anliegen einer Delegationsreise nach Nordostindien unter der Leitung von Erzbischof Ludwig Schick und missio-Präsident Monsignore Wolfgang Huber. Eine Abordnung aus der Erzdiözese Bamberg und Vertretern des Internationalen katholischen Missionswerks missio München war bis 21. Februar bei Projektpartnern in der indischen Region unterwegs. Die Bundesstaaten im Nordosten Indiens stehen in diesem Jahr im Mittelpunkt des Monats der Weltmission im Oktober, der größten Solidaritätsaktion der Katholiken weltweit.

Kennzeichnend für die Region Nordostindien sind die unterschiedlichen ethnischen Gruppen. Indigene Stämme wie Khasi, Garo, Santhal und Boro tragen neben Einwanderern aus den Nachbarländern Bangladesch und Bhutan sowie dem restlichen Indien zu einer kulturellen und sprachlichen Vielfalt bei. Daraus erwachsen jedoch immer wieder gewaltvolle politische Konflikte.

Im Sinne des von Papst Franziskus ausgerufenen Außerordentlichen Monats der Weltmission unter dem Motto "Getauft und gesandt: die Kirche Christi missionarisch in der Welt" widmet sich missio München im Oktober 2019 der missionarischen Pastoral in Nordostindien.

„Wir spüren hier vor Ort, wie lebendig die Kirche ist. Unsere Projektpartner setzen sich für den Frieden zwischen verfeindeten Volksgruppen ein. Sie kümmern sich um benachteiligte Frauen und bemühen sich um bessere Lebensbedingungen sowie um Umweltschutz und die Bewahrung der Schöpfung“, sagte missio-Präsident Monsignore Huber während seines Besuchs in Guwahati im Bundesstaat Assam.

Bambergs Erzbischof Schick würdigte ebenfalls die Leistung der katholischen Kirche in Nordostindien zur Integration und Bewahrung des Friedens von unterschiedlichen Volksgruppen. Er betonte, dass die Kulturen in ihrer Vielfalt erhalten werden müssten. Sie seien ein großer Reichtum für unsere Welt. Gleichzeitig gelte aber: „In unserer globalisierten Welt können wir viele Probleme nur gemeinsam lösen. Erderwärmung und Klimawandel etwa kennen keine Landesgrenzen. Ebenso ist die weltweite Migration nur international zu steuern. Derartige Aufgaben werden wir nur miteinander lösen. Die katholische Kirche als der älteste und größte Global Player ist dazu besonders befähigt und dabei gefordert. missio will zum Aufbau einer gerechten und friedvollen Welt beitragen“.

Unter den rund 46 Millionen Einwohnern Nordostindiens leben etwa 7,8 Millionen Christen. In Folge einer starken missionarischen Bewegung Ende des 19. Jahrhunderts gehören die Christen mehrheitlich der indigenen Bevölkerung an. In einigen Bundesstaaten Nordostindiens bekennen sich mehr als 90 Prozent der Bewohner zum Christentum.

Weitere Nachrichten zu diesem Thema:

 

Weitere Fotos finden Sie in unserem Facebook-Album "missio-Delegationsreise nach Nordostindien"

Foto: Erzbischof Ludwig Schick (l.) und missio-Präsident Monsignore Wolfgang Huber gemeinsam mit Bischof Lumen Monteiro aus der nordostindischen Diözese Agartala.

Bildquelle: Pressestelle Erzdiözese Bamberg/Hendrik Steffens

 

­