3ad94970b9cc24033de4137098986058_w1170_h600_cp missio München - Dem Extremismus trotzen – missio-Delegation mit Vertretern aus dem Bistum Passau würdigt Friedens- und Versöhnungsarbeit in Senegal

Lebendige Friedens- und Versöhnungsarbeit in Westafrika haben die Teilnehmer einer Delegationsreise aus Bayern erfahren. Gemeinsam mit dem Passauer Bischof Stefan Oster und missio-Präsident Monsignore Wolfgang Huber waren Vertreter des Bistums Passau im Februar bei Partnern des Internationalen Katholischen Missionswerks missio München in Senegal unterwegs. "Ich bin sehr beeindruckt von diesem Land und von den Menschen, denen wir begegnet sind", betont Bischof Oster. "Viele erzählen uns voll Freude und Begeisterung von dem guten Zusammenleben zwischen den einzelnen Religionen und dem Dialog zwischen Muslimen und Christen." 

 Das liege auch daran, dass der Islam hier in einer besonderen Weise gewachsen sei und sich als Religion des Friedens verstehe, fügt Bischof Oster hinzu. Auch Monsignore Huber zeigt sich zuversichtlich: "Wir haben hier echten interreligiösen Dialog erlebt. Zwischen Christen und Muslimen gibt es einen engen Austausch, sowohl im beruflichen als auch im privaten Umfeld", berichtet der missio-Präsident. "Die Vertreter der katholischen Kirche vor Ort unterstützen das friedliche Miteinander der Religionen wo es nur geht."

Während sich in Nachbarländern wie Mali, Burkina Faso oder Niger die Sicherheitslage zunehmend verschlechtert, versuchen die Religionsgemeinschaften in Senegal gemeinsam dem Extremismus zu trotzen. Unter anderem traf die Delegation Kardinal Théodore-Adrien Sarr aus Dakear und Bischof André Gueye aus Thiès, mehrere Imame und muslimisch-christliche Familien. In Thiès besuchte die Gruppe unter anderem das kirchliche Frauenhaus "Claire Amitié". Hier wird jungen Frauen aus entlegenen Dörfern eine schulische oder berufliche Ausbildung ermöglicht. Junge Frauen erhalten hier eine Chance auf Bildung – egal welcher Religion sie angehören.

Das Thema "Frieden in Westafrika" steht in diesem Jahr im Mittelpunkt der missio-Aktionen im Monat der Weltmission im Oktober – der größten Solidaritätsaktion der Katholiken weltweit. Gäste aus Senegal, Niger, Mali und Burkina Faso werden im Herbst in den bayerischen Diözesen sowie im Bistum Speyer unterwegs sein, um ihre Friedens- und Versöhnungsarbeit vorzustellen. "Wir wollen das weltweite Friedensnetz, zu dem wir als Teil der katholischen Kirche gehören, sichtbar machen und stärken", betont missio-Präsident Monsignore Huber. Die zentralen Festlichkeiten zum Weltmissionssonntag 2020 finden im Bistum Passau statt.

Gerne steht missio-Präsident Monsignore Wolfgang Huber für ein Interview bereit. Kontakt: Bettina Klubach, Tel. 089-5162 611 // Fotos: missio München

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