367d86c374bd27ebaa3640638f9f27fa_w768_h600_cp missio München - Die Erde bebt und bebt

Der Inselstaat Papua-Neuguinea wird seit knapp zwei Wochen von schweren Erdstößen erschüttert. Das Ausmaß und die Folgen sind nicht genau zu bestimmen, denn viele entlegene Bergregionen der Provinzen Hela und Southern Highlands sind nur schwer erreichbar. Das Telefon- und Mobilfunknetz ist beschädigt; es dringen kaum Informationen nach außen.

Die Diözese Mendi gehört zu den am schwersten getroffenen Gebieten. Beim dortigen katholischen Bischof Donald Lippert gehen in diesen Tagen nach und nach Berichte aus den weit verstreuten Gemeinden ein. Bischof Lippert berichtet von Zerstörungen und auch von Toten, Verletzten und Vermissten.

"Das Beben hat die Menschen im Schlaf überrascht. Die meisten Todesopfer gab es, weil es im Anschluss an das Erdbeben zu Verschüttungen und Erdrutschen kam", erzählt der Bischof. Die genaue Zahl der Opfer steht noch nicht fest. Offizielle Stellen sprachen zunächst von etwa 75 Todesopfern, mittlerweile von mehr als 100.

"Noch kann ich nicht sagen, wie wir den Wiederaufbau angehen werden", schreibt der in den USA geborene Bischof. "Aber ich bin jetzt schon sicher, dass einige Millionen Kina dafür nötig sein werden." Umgerechnet sind eine Million Kina immerhin 250 000 Euro.

Christian Selbherr

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