42b7a1f9e48e60c2478895d3ca92066a_w1170_h600_cp missio München - "EU-Staaten müssen Menschen aufnehmen"

Angesichts der dramatischen Situation der Flüchtlinge an der Grenze zwischen der Türkei und Griechenland fordert missio-Präsident Monsignore Wolfgang Huber eine schnelle europäische Lösung. "Es ist eine Schande, dass Regierungen das Leid Millionen verzweifelter Menschen als diplomatisches Druckmittel benutzen. Und es ist das traurige Ergebnis höchst umstrittener finanzieller Deals, die die EU mit sogenannten Migrationspartnerschaften eingegangen ist", kritisiert der missio-Präsident und fordert: "Die EU-Staaten müssen jetzt über Kontingente sprechen und Menschen aufnehmen."

Europa mache sich mitschuldig, wenn Familien bei Kälte und Regen im Grenzgebiet ausharrten, ohne jede Perspektive. "Grenzen noch schärfer zu sichern und Zäune noch höher zu bauen, ist keine Lösung. Fluchtursachen wirkungsvoll einzudämmen, das ist die große Aufgabe, die sich uns allen stellt", betont der missio-Präsident. Dabei spiele die katholische Kirche mit ihrem weltumfassenden Netzwerk eine zentrale Rolle.

missio München mache sich gemeinsam mit Projektpartnern in Afrika und im Nahen Osten dafür stark, dass Menschen in ihren Herkunftsländern eine gute Zukunft haben. So wird beispielsweise in Syrien nach dem Wiederaufbau gezielt die Bildung und Ausbildung von Kindern und Jugendlichen unterstützt. Im Irak setzen die missio-Partner darauf, Schulen und Sportstätten wieder in Betrieb zu nehmen und starten Projekte zu Friedens- und Versöhnungsarbeit. Im Libanon – dem Land, das gemessen an seiner Bevölkerungszahl weltweit die meisten Flüchtlinge aufgenommen hat – fördert missio Schulprojekte.

"Weltweit bleiben neun von zehn Flüchtlingen in den Anrainerstaaten ihrer Herkunftsländer", betont missio-Präsident Monsignore Wolfgang Huber. "Das gerät in Deutschland und Europa leider immer wieder in Vergessenheit, wenn Ängste schnellen und starken gemeinsamen Lösungen an den Grenzen Europas im Weg stehen."

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