Flut in Nordostindien nach Monsun

Nach heftigen Monsunregen sind viele Menschen in Nordostindien dringend auf Hilfe angewiesen. Den Menschen fehlt es an Grundlegendem, wie missio-Projektpartner Pater Varghese Velickakam, der Direktor des regionalen Sozialzweigs der katholischen Kirche in Nordostindien, berichtet: an sauberem Trinkwasser, Möglichkeiten der Wasseraufbereitung, Moskitonetzen, Nahrungs­mitteln, Hygieneartikeln und einer funktionierenden Gesundheitsversorgung.

Der anhaltende Monsunregen hatte nicht nur im Nordosten Indiens, sondern auch in Nepal sowie Bangladesch zu Springfluten und Erdrutschen geführt. Der Pegel der Flüsse stieg nahezu stündlich. Viele Straßen sind überflutet und auch die übrige Infrastruktur ist beschädigt, so dass es immer wieder zu Unterbrechungen bei Telefonverbindungen kommt.

Laut eines Berichts des indischen Katastrophenschutzes sind 530 Dörfer sowie rund 13.000 Hektar Ackerland überflutet. 20.000 Menschen mussten ihre Häuser verlassen. Auch das Vieh ist der Witterung ausgeliefert und findet kaum Schutz oder Nahrung. Mit Fäkalien und Unrat verschmutztes Wasser bedroht die Gesundheit der Bevölkerung. „Hilfe wird dringend benötigt, insbesondere für Kinder, Schwangere und stillende Frauen“, so Velickakam im Vorfeld einer Krisensitzung, die er einberufen hat. „Bisher kam es nicht zum Ausbruch von Seuchen wie der Japanischen Enzephalitis, doch wir sollten uns bestmöglich auf einen solchen Ernstfall einstellen.“

missio München hält engen Kontakt mit den Partnern im Nordosten Indiens. Die sieben Bundesstaaten an der Grenze zu China, Bangladesch, Myanmar und Bhutan stehen in diesem Jahr im Mittelpunkt des Monats der Weltmission, der größten Solidaritätsaktion der Katholiken weltweit. In dem von Papst Franziskus ausgerufenen Außerordentlichen Monat der Weltmission unter dem Motto „Getauft und gesandt: die Kirche Christi missionarisch in der Welt“ widmet sich missio im Oktober 2019 der missionarischen Pastoral in Nordostindien.

Foto: missio München / RVC

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