a984dedbe5076ee4b1d7403398e55b64_w1170_h600_cp missio München - "Keine Tradition kann diesen grausamen Akt rechtfertigen"

Zum Internationalen Tag gegen weibliche Genitalverstümmelung am Mittwoch (6. Februar) fordert der Präsident des Internationalen Katholischen Missionswerks missio München, Monsignore Wolfgang Huber, ein Ende des menschenverachtenden Eingriffs: "Die Praxis der weiblichen Genitalverstümmelung ist nicht nur extrem gesundheitsgefährdend, sondern nimmt den betroffenen Mädchen und Frauen auch ihre Würde als Mensch. Keine Tradition kann diesen grausamen Akt rechtfertigen."

Rund 200 Millionen Mädchen und Frauen sind laut Weltgesundheitsorganisation beschnitten. Besonders in Afrika, im Nahen Osten und in Südostasien ist die Tradition verwurzelt. „Doch es gibt auch Hoffnung“, sagt der missio-Präsident mit Blick auf den Nordirak. So will jüngsten Medienberichten zufolge die kurdische Regionalregierung gemeinsam mit dem UN-Bevölkerungsfonds die Beschneidungsrate in den nächsten fünf bis zehn Jahren auf null senken. Obwohl weibliche Genitalverstümmelung in der kurdischen Region seit 2011 unter Strafe steht, ist es vor allem breit angelegten Aufklärungsprogrammen zu verdanken, dass die Anzahl der Beschneidungen in den vergangenen Jahren zurückgegangen ist.

„Die Entwicklung im Nordirak zeigt uns, dass es sich lohnt, immer und immer wieder über die Gefahren dieser Praxis aufzuklären und Menschen zum Umdenken zu bewegen – auch wenn dies oft ein langer und mühevoller Weg ist“, betont der missio-Präsident.

missio München unterstützt den weltweiten Kampf gegen weibliche Genitalverstümmelung. Zum Beispiel im Norden Tansanias, wo die katholische Kirche ein Schutzzentrum für Mädchen errichtet hat, die vor der Beschneidung fliehen.

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