b4018411885eb8724221de2173775439_w1170_h600_cp missio München - Zehn Jahre Krieg in Syrien: "Wir dürfen die Menschen nicht vergessen"

Mit 900.000 Euro hat missio München in den vergangenen beiden Jahren verschiedene Hilfsprojekte im Kriegsland Syrien unterstützt. "Uns ist wichtig, dass wir Syrien auch zehn Jahre nach Ausbruch des Bürgerkrieges nicht vergessen und dass wir den Menschen beim Wiederaufbau beistehen", sagt missio-Präsident Monsignore Wolfgang Huber. "Blockaden und Sanktionen verschlechtern die Versorgungslage. Hilfe von außen kann nur unter erschwerten Bedingungen ins Land gelangen. Deshalb sind wir froh, dass wir uns auf die zuverlässige Arbeit unserer langjährigen Partner vor Ort verlassen können."

In Syrien kümmern sich beispielsweise die Franziskaner in Aleppo und Lattakia um notleidende Familien. Sie erhalten Lebensmittelpakte, Hygieneartikel und Medikamente sowie Zuschüsse zu Mietkosten. Auch die maronitische Erzdiözese von Damaskus versorgt Kriegsopfer und ihre Familien. Im Libanon statten die Projektpartner syrische Flüchtlinge und ihre Kinder mit Schulgeld, Schulbüchern und Schreibzeug aus.

missio-Präsident Monsignore Huber erklärt weiter: "Gewalt und kriegerische Auseinandersetzungen mögen zwar inzwischen nachgelassen haben. Von einem Frieden ist Syrien aber weit entfernt. Die Menschen leiden vor allem an der Wirtschaftskrise als Folge des Krieges. Hinzu kommen die wachsende Inflation sowie die Auswirkungen Corona-Pandemie, die auch den Nahen Osten erfasst hat."

Proteste begannen 2011

Im März 2011 begannen im Zuge des "Arabischen Frühlings" in Syrien Proteste gegen die Regierung von Bashar al-Assad. Die Regierung antwortete mit Gewalt, und der Konflikt wurde bald zu einem Krieg zwischen Regierungstruppen, oppositionellen Rebellengruppen und radikalen Islamisten. Auch ausländische Mächte wie Russland, die Türkei, Iran, Saudi-Arabien und die USA griffen ein.

Nach Schätzungen der Vereinten Nationen haben mindestens 500.000 Menschen ihr Leben verloren. Etwa 13 Millionen mussten ihre Heimat verlassen. Sie leben als Flüchtlinge im eigenen Land, oder suchten Zuflucht in Nachbarländern wie Libanon und der Türkei, beziehungsweise in Europa, Australien und den USA.

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