a379cc6684c9b9f9e524def81644ebf5_w1170_h600_cp missio München - Handys für die missio-Spendenaktion

Großartige Hilfe: Die Energieagentur Ebersberg und das Landratsamt München haben auf Veranstaltungen für die missio-Handy-Spendenaktion geworben und mehr als 100 ausrangierte Mobiltelefone gesammelt. Benjamin Hahn von der Energieagentur Ebersberg übergab die Kartons mit den Geräten jetzt an missio-Bildungsabteilungsleiter Christian Mazenik. Die Handys werden in Kooperation mit dem Unternehmen Mobile-Box je nach Zustand entweder wiederverwendet oder in Sekundär-Rohstoffe zerlegt. Mit dem erzielten Gewinn untersüttzt missio die Arbeit seiner Projektpartner.

Die Energieagentur Ebersberg beteiligt sich bereits im zweiten Jahr an der Handy-Spendenaktion. Die gemeinnützige GmbH hat bereits mehrere Hundert Handys für missio gesammelt. "Wir haben gemerkt, dass die Menschen froh und dankbar sind, wenn sie ihre alten Mobilfunkgeräte abgeben und dabei auch noch etwas Gutes tun können. Viele wollen die Handys nicht einfach wegwerfen – vor allem, wenn sie noch funktionieren", betont Benjamin Hahn.

Mit der Handy-Spendenaktion von missio  kann jeder etwas gegen Elektroschrott und für den Frieden tun. Sein altes Handy abzugeben, schont die Ressourcen, schützt die Umwelt vor Ausbeutung, hilft Menschenrechte zu wahren und trägt hoffentlich dazu bei, dass der Krieg um Bodenschätze bald ein Ende hat.

Mit dem Gewinn aus der Aktion finanziert missio zum Beispiel den Bau eines Trauma-Zentrums für Bürgerkriegsflüchtlinge in der Demokratischen Republik Kongo. Seit mehr als 20 Jahren kämpfen im Osten des Landes bewaffnete Milizen um die Vorherrschaft und finanzieren sich nicht zuletzt durch die wertvollen Bodenschätze in der Region. Die sogenannten Konfliktrohstoffe sind häufig essentiell für die Fertigung von Elektrogeräten. So schützt etwa Coltan unsere Handys vor Überhitzung. Die Einnahmen aus dem Abbau ermöglichen den lokalen Milizführern den Kauf von Waffen und die Fortsetzung des Bürgerkriegs. Millionen Menschen sind dadurch zu Flüchtlingen in ihrer eigenen Heimat geworden.

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