bfb24288c514669ebc130588919dcac4_w1170_h600_cp missio München - missio München startet in den Monat der Weltmission

Mit einem feierlichen Gottesdienst entsendet missio München am Mittwoch (10. Oktober, 10.30 Uhr) in Schloss Fürstenried (Forst-Kasten-Allee 103, 81475 München) seine Gäste aus Äthiopien in die bayerischen Diözesen und ins Bistum Speyer. Das Internationale Katholische Missionswerk blickt in seinen Aktionen im diesjährigen Monat der Weltmission auf das ostafrikanische Land Äthiopien, wo sich missio-Projektpartner für ein friedliches Miteinander der Volksgruppen und Religionen, für Bildung und Ausbildung sowie für medizinische Versorgung einsetzen.

 Knapp vier Wochen lang hat missio München seine Partner aus Äthiopien zu Gast. Sie berichten in verschiedenen Veranstaltungen über die Situation in ihrer Heimat und feiern mit den Gläubigen in Bayern und der Pfalz Gottesdienste. Die zentralen Festlichkeiten zum Weltmissionssonntag (28. Oktober) finden im Bistum Regensburg statt.

Am 10. Oktober stehen Ihnen im Schloss Fürstenried folgende Gesprächspartner zur Verfügung:

 Schwester Meskel Kelta (35) leitet im Apostolischen Vikariat Hosanna eine kleine Gesundheitsstation, das „Taza Catholic Health Center“. Die Schwester hat eine fünfjährige Ausbildung zum „Health Officer“ absolviert und gehört zum „Institute of the Maids of the Poor“ – eine Missionsgemeinschaft, die sich um Kranke und Waisenkinder kümmert. Täglich versorgt sie bis zu 100 Patienten.

Abba Hailegabriel Meleku (63) ist Kapuzinermönch und lebt mitten in Äthiopiens Hauptstadt Addis Abeba. Seine Gemeinde „Holy Saviour“ ist Anlaufstelle für zahlreiche Gläubige und Bedürftige. Abba Hailegabriel verwaltet und koordiniert die gesamten sozio-pastoralen Projekte der Kapuziner im Land. Er engagiert sich im interreligiösen Dialog und hält – mit Blick auf die Zukunft des Landes – vor allem Bildung für unabdingbar.

Bischof Lesanu-Christos Matheos (58) hat eine besondere Aufgabe, denn in seiner Eparchie Bahir Dar-Dessie leben die Gumuz, eine traditionelle Volksgruppe, die bis vor kurzem keiner der Weltreligionen angehörte. Vor etwa sechs Jahren kamen dann zwei junge Gumuz zu Bischof Lesanu-Christos und baten ihn, einen Priester in ihr Dorf namens Banush zu schicken.

Abba Worku Demeke (46), ist Kapuzinermönch und Leiter des örtlichen Caritas-Büros. Er koordiniert Nothilfe- und Entwicklungsprojekte im Apostolischen Vikariat Harar, an der Grenze zu Dschibuti und Somalia. Acht Millionen Menschen unterschiedlicher ethnischer Herkunft leben hier zusammen – und das nicht immer friedlich.

Bischof Tesfaselassie Medhin (65) ist zuständig für die Eparchie Adigrat an der Grenze zu Eritrea. Im Juli 2018 schlossen die Regierungen beider Länder nach einem fast zwanzig Jahre dauernden Kalten Krieg endlich Frieden. „Die Menschen auf beiden Seiten der Grenze sind voller Hoffnung“, sagte der Bischof kurz nach dem Abkommen. „Viele Jahre herrschten weder Krieg noch Frieden.“

Weitere Gäste aus Äthiopien sind bei der Aussendungsfeier am Mittwoch (8. Oktober) in Schloss Fürstenried: Abba Petros Berga von der Erzeparchie Addis Abeba, die orthodoxe Äbtissin Fikirte Mariam und dem Jugendpfarrer in der Diözese Innsbruck, Kidane Kurabza.
Gestaltet wird die Eröffnungsfeier durch die äthiopisch-katholische Gemeinde in München mit einer traditionellen Kaffeezeremonie.

Der Sonntag der Weltmission steht in diesem Jahr unter dem Leitwort „Gott ist uns Zuflucht und Stärke“ (Psalm 46). Am 28. Oktober feiert ihn missio gemeinsam mit seiner diesjährigen Partnerdiözese Regensburg mit einem Festgottesdienst im Regensburger Dom.

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