8a8fbf5df6e3ed910ac6b59a09d7bb9e_w1170_h600_cp missio München - missio München startet in den Monat der Weltmission 2019

Mit einem feierlichen Gottesdienst in Nürnberg entsendet missio München am Mittwoch (9. Oktober, 11.00 Uhr) in der Pfarrkirche Unsere Liebe Frau am Hauptmarkt in Nürnberg seine Gäste aus Nordostindien in die bayerischen Diözesen und ins Bistum Speyer. Anschließend empfängt Oberbürgermeister Ulrich Maly die Gäste im Historischen Rathaussaal. Partnerdiözese für missio München ist in diesem Jahr das Erzbistum Bamberg, dessen Erzbischof Ludwig Schick die Region Nordostindien mehrfach bereist hat. Dort setzen sich missio-Projektpartner für die arme Bevölkerung in den Bergdörfern ein, bemühen sich um faire Arbeitsbedingungen für Teebauern und kämpfen für Frieden und Umweltschutz.

Knapp vier Wochen lang hat missio München seine Partner aus der Region Nordostindien zu Gast. Sie berichten in verschiedenen Veranstaltungen über die Situation in ihrer Heimat und feiern mit den Gläubigen in Bayern und der Pfalz Gottesdienste. Die Aktionen sind in diesem Jahr eingebettet in den "Außerordentlichen Monat der Weltmission", den Papst Franziskus ausgerufen und unter das Motto "Getauft und gesandt" gestellt hat. Die zentralen Festlichkeiten zum Weltmissionssonntag (27. Oktober) finden in der Erzdiözese Bamberg statt.

Am 9. Oktober stehen Ihnen in Nürnberg folgende Gesprächspartner zur Verfügung:

Thomas Menamparampil,
emeritierter Erzbischof von Guwahati. Mit seinem „Joint Peace Mission Team“, einer ökumenischen Initiative, hat er in mehr als zehn verschiedenen Konflikten von verfeindeten Stammesvölkern („tribals“) vermittelt. Immer wieder kommt es in der Region zu Spannungen. Erzbischof Thomas sagt: "Auch die Krieger wollen Frieden. Unser Beitrag ist es, ein Klima des Dialogs zu schaffen."

Michael Akasius Toppo, Bischof der Diözese Tezpur im Bundesstaat Assam. Von dort kommt der bekannte Assam-Tee, der meist auf großen Plantagen angebaut und geerntet wird. Den einfachen Bauern und den Teepflückerinnen bleiben oft nur karge Löhne. Mit einer eigenen Teefabrik fördert die Diözese den fairen Handel und zahlt gerechte Preise. Bischof Toppo sagt: "Einem leeren Magen kann man nicht das Evangelium verkünden."

Cecilia Sad, Ordensschwester der "Visitation Sisters of Don Bosco" steht an der Seite der Khasi. Sie hilft, die Lebensbedingungen dieser einheimischen Volksgruppe zu verbessern, die oft verarmt in schwer zugänglichen Bergdörfern lebt. "Die Khasi stehen vor den Herausforderungen der Globalisierung und Modernisierung", sagt Schwester Cecilia Sad.

Lumen Monteiro, Bischof von Agartala an der Grenze zu Bangladesch. Aus dem Nachbarland haben sich viele bengalische Einwanderer angesiedelt. Mit ihrem Sozialdienst „JUST Agartala“ hilft die Kirche Benachteiligten aus allen Volksgruppen und Religionsgemeinschaften. "Wir können alle Missionare sein. Wir müssen andere durch unser Verhalten lehren."

Martina Thabah, Ordensfrau, koordiniert die „Kleinen Christlichen Gemeinschaften“ in der Provinz Shillong. Für sie sind sie ein Schlüssel, um soziale Missstände zu beseitigen und neue Perspektiven für eine lebendige Kirche zu gewinnen. "Die Menschen sollen Teil der Kirche und damit der Gemeinschaft sein, die sie selbst mitgestalten können."

Collinsius Wanniang, Missionsbruder der Franziskaner, engagiert sich für die Bewahrung der Schöpfung. In Orlong Hada entwickeln die Franziskaner neue Ideen für ökologische Nachhaltigkeit – ohne dabei die schwierige Situation der einfachen Bevölkerung zu vergessen: "Umweltschutz und Entwicklung müssen Hand in Hand gehen."

Die Khublei Dancers sind eine sechsköpfige Tanzgruppe aus dem Ökospiritualitätszentrum der Franziskaner in Orlong Hada. In ihrem Programm zeigen sie eine Auswahl volkstümlicher Tänze und Musik aus den verschiedenen Kulturen von Nordostindien. In der Sprache der Khasi bedeutet "Khublei" – "Willkommen!"

Weitere Veranstaltungen zum "Außerordentlichen Monat der Weltmission" hier >>

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