d93f732c3619cf43a929d19b602719c5_w1170_h600_cp missio München - missio-Partner bemühen sich um faire Bedingungen für Teebauern in Indien

Im indischen Bundesstaat Assam befindet sich das größte zusammenhängende Teeanbaugebiet der Welt. Bislang wird die Produktion weitgehend von großen Konzernen kontrolliert. Die ärmere Bevölkerung arbeitet als Teepflücker für geringe Löhne. Doch es gibt immer mehr Initiativen, die den lokalen Anbau in kleinbäuerlichen Strukturen fördern. "Den Kleinbauern fehlt aber oft die Möglichkeit zur Weiterverarbeitung ihrer Erzeugnisse. Auch der Zugang zu Vermarktung und Verkauf erweist sich als schwierig", sagt missio-Präsident Monsignore Wolfgang Huber.

Der missio-Präsident besuchte während einer Delegationsreise zur Vorbereitung auf den Weltmissionsmonat 2019 die im Bundesstaat Assam gelegene Diözese Tezpur. "Die katholische Kirche ist hier ein Vorreiter und nimmt ihre soziale Verantwortung ernst."

In Tezpur betreibt die Diözese eine eigene Teefabrik. Sie kauft die Ernte von 2200 Kleinbauern auf und verarbeitet die Teeblätter weiter. "Die Kleinbauern erhalten hier eine gute Bezahlung und können so ihr Auskommen sichern, ohne von der Willkür der Konzerne abhängig zu sein", sagt missio-Präsident Msgr. Huber.

Die Bundesstaaten im Nordosten Indiens stehen in diesem Jahr im Mittelpunkt des Monats der Welt­mission im Oktober, der größten Solidaritätsaktion der Katholiken weltweit. In dem von Papst Franziskus ausge­rufenen Außerordentlichen Monat der Weltmission unter dem Motto "Getauft und gesandt: die Kirche Christi missionarisch in der Welt" widmet sich missio München im Oktober 2019 der missionarischen Pastoral in Nordostindien.

Foto: Friedrich Stark

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