050ecddae18863e966c71ef05e88d116_w1170_h600_cp missio München - missio-Präsident Monsignore Huber als Vorsitzender des China-Zentrums bestätigt

missio-Präsident Monsignore Wolfgang Huber bleibt Vorsitzender des China-Zentrums. Er wurde am Donnerstag (22.4.) bei einer digitalen Mitgliederversammlung in seinem Amt bestätigt, das er seit 2018 bekleidet. Das China-Zentrum mit Sitz in Sankt Augustin bei Bonn dient der Förderung von Begegnung und Austausch zwischen den Kulturen und Religionen im Westen und in China. Mitglieder sind katholische Hilfswerke, Orden und Diözesen in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Italien. Monsignore Wolfgang Huber ist seit 2018 Vorsitzender des Zentrums. Alle drei Jahre wird der Vorsitz neu gewählt.

"Die Lage der Christinnen und Christen in China verschlechtert sich leider zusehends, die Herausforderungen für die Menschen werden immer größer“, mahnt Monsignore Huber. So versuche die amtierende Regierung unter Staatspräsident Xi Jinping verstärkt, sämtliche Bereiche des zivilgesellschaftlichen Lebens inklusive der Religion zu kontrollieren. „Umso wichtiger ist die Aufgabe des China-Zentrums, eine Plattform des Austauschs und so auch des Wissens herzustellen und – wo immer möglich – durch Dialog Freiräume zu erhalten."

Druck auf Untergrundkirche wächst

Seit den 1950er Jahren verfolgt die chinesische Führung das Ziel, eine von Rom unabhängige chinesische Kirche aufzubauen, und hat immer wieder vom Papst nicht autorisierte Bischofsweihen erzwungen. Im September 2018 haben der Heilige Stuhl und China ein vorläufiges Abkommen über Bischofsernen­nungen unterzeichnet, das im Oktober 2020 um zwei Jahre verlängert wurde. Die Situation der katholischen Kirche und der Religionen im Land hat sich seither jedoch nicht verbessert. Der Druck auf die katholische Untergrundkirche im Land wächst weiter.

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