1cfea1468992e3c04eff65ec77c01292_w1170_h600_cp missio München - Sorge vor weiterer Spaltung in Indien

Nach dem deutlichen Wahlsieg der Hindu-Nationalisten bei den indischen Parlamentswahlen warnt missio-Präsident Monsignore Wolfgang Huber vor einer weiteren Spaltung des Landes: "Bereits in der ersten Amtsperiode ist in Indien ein Klima der Angst und des Misstrauens zwischen den verschiedenen Religionen entstanden“, betont er. "Leider steht zu befürchten, dass sich diese Entwicklung in den kommenden fünf Jahren noch verschärft."

missio-Projektpartner aus Indien berichten, dass der Dialog zwischen den Religionen, der maßgeblich zum friedlichen Miteinander beigetragen habe, zusehends in Gefahr gerate. So berichtet die Provinzoberin der Apostolic Carmel Sisters in Mumbai, Schwester Nirmala Nazareth, dass sich bereits an den Schulen abzeichne, dass sich die Verhältnisse massiv veränderten: "Hindu-Schüler wollen mittlerweile nicht mehr die Schulbank mit Christen teilen. Unsere Hindu-Lehrer nehmen nicht mehr an unseren Feierlichkeiten teil", berichtet die Ordensfrau. Es sei ein Klima des Misstrauens und der Angst entstanden, das sich immer öfter in Gewalt gegen Minderheiten entlade. Besonders zu leiden unter der Radikalisierung der hinduistischen Mehrheit im Land habe die muslimische Bevölkerung Indiens. Wiederholt ist es in der Vergangenheit zu Lynchmorden gekommen, die sich gegen Muslime, aber auch Dalit oder die indigene Bevölkerung richten.

missio nimmt in der diesjährigen Kampagne zum Monat der Weltmission den Nordosten Indiens in den Blick.

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