Thérèse Mema Mapenzi mit einer Frauengruppe zur Sensibilisierung für ihre Rechte

Zum Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen am Sonntag (25. November) beklagt missio-Präsident Monsignore Wolfgang Huber die dramatische Gewalt gegen Frauen in der Demokratischen Republik Kongo: "Vergewaltigungen und Folter werden in dem Land gezielt als Mittel der Kriegsführung genutzt," betont Huber. "Da die Täter meistens Militärs und Polizisten sind, gibt es kaum Hilfsangebote – geschweige denn eine juristische Verfolgung der Grausamkeiten, die Frauen und Mädchen angetan werden."

Betroffene Frauen und bei Vergewaltigungen gezeugte Kinder werden häufig von ihren Familien verstoßen und aus der Dorfgemeinschaft ausgeschlossen. Im Osten der DR Kongo engagiert sich missio-Projektpartnerin und Traumatherapeutin Thérèse Mema Mapenzi daher für die Gleichberechtigung von Frauen in dieser innerlich zerrissenen Gesellschaft. "Durch die gewaltsamen Konflikte, die die Kivu-Provinzen seit über 20 Jahren erschüttern, ist das gesamte politische, wirtschaftliche und soziale Leben aus den Fugen geraten", berichtet sie. "Fast jede zweite Frau in dieser Region wird in ihrem Leben Opfer sexueller Gewalt." Kulturelle Praktiken und diskriminierende Gesetze erschweren die Lage der Frauen zusätzlich. So werden Fälle häuslicher Gewalt als private Angelegenheit betrachtet und sind daher bei dieser Rechnung nicht mitgezählt.

Gemeinsam mit Thérèse Mema setzt sich missio München gegen dieses tägliche Unrecht ein: In der Erzdiözese Bukavu, Südkivu, werden knapp 1.000 Frauen, Männer, Jungen und Mädchen in Sensibilisierungsprogramme und Kursen über Menschenrechte aufgeklärt. Weltweit sollten Frauen wirksam vor Gewalt und Missbrauch geschützt sein und die Möglichkeit haben, für ihre Rechte einzutreten“, sagt missio-Präsident Monsignore Huber.

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