Sonntag der Weltmission 2021

Gemeinsam mit der Erzdiözese München und Freising hat das katholische Hilfswerk missio München den bundesweiten Abschluss des Monats der Weltmission – den Sonntag der Weltmission – gefeiert. Erzbischof Reinhard Kardinal Marx zelebrierte mit dem Erzbischof von Dakar, Benjamin Ndiaye, und dem Bischof von Thiès, André Guèye, den Festgottesdienst im Münchner Liebfrauendom. Anschließend fand im Kaisersaal der Residenz ein Staatsempfang mit Staatsminister Florian Herrmann statt. Im Mittelpunkt der Aktionen rund um die größte Solidaritätsaktion der Katholiken weltweit stand in diesem Jahr das westafrikanische Land Senegal, der interreligiöse Dialog sowie das Leitwort "Lasst uns nicht müde werden, das Gute zu tun" (Galater 6,9).

10 2021 WMS Münchner Dom AlphornbläserDer Sonntag der Weltmission im Münchner Dom. Foto: Friedrich Stark/missio MünchenKardinal Marx betonte in seiner Predigt die Notwendigkeit des interreligiösen Dialogs. "Das Miteinander der Religionen ist eine Grundvoraussetzung für eine gute Mission. Die Freundschaft der Religionen ist ein wichtiges Element für die Zukunft der Welt. Dafür bin ich dankbar, dass das in diesen Tagen sichtbar wird", sagte der Kardinal. Zuvor hatte er im Monat der Weltmission bereits betont, dass die Lösung sozialer Konflikte durch interreligiöse Zusammenarbeit nichts sei, "was nur weit weg in der Welt, wie im Senegal, ein wichtiges Thema ist". "Auch bei uns in Bayern wie in Deutschland und Europa wird der interreligiöse Dialog von Christen und Muslimen eine zunehmend größere Aufgabe", betonte er und fügte hinzu: "Unsere Projektpartnerinnen und -partner aus dem Senegal setzen sich für Frieden und Versöhnung ein und bauen so mit ihren muslimischen Dialogpartnern Brücken. Das kann auch uns ein Vorbild sein."

Erzbischof Ndiaye sagte anlässlich des feierlichen Abschlusses des Weltmissionsmonats 2021: "Mission ist ein wichtiger Teil unseres Auftrags als Christen. Diese Mission leben wir in Geschwisterlichkeit. Ich finde es sehr vernünftig, was uns Papst Franziskus über die Geschwisterlichkeit unter den Völkern sagt. Hoffentlich gelingt uns unsere Mission für Frieden und Zusammenhalt unter den Menschen!"

Interreligiöses Zeugnis im Münchner Dom

Im Münchner Dom legten Bischof André Guèye und Kalif Mountaga Tall aus Dakar – ebenfalls ein missio-Gast im Monat der Weltmission – ein gemeinsames interreligiöses Zeugnis ab. "Für uns ist der interreligiöse Dialog fast so etwas wie ein Credo. Er ist keine Theorie, wir leben ihn im Alltag", sagte Bischof Guèye. Wesentliche Grundlagen dafür seien Respekt füreinander, gemeinsame Handeln und auch die Akzeptanz der Unterschiede.  

Beim anschließenden Staatsempfang betonte Staatsminister Florian Herrmann, dass der Monat der Weltmission nicht nur die größte Solidaritätsaktion der Christen weltweit sei, sondern auch "gelebtes Christentum".  "Dialog ist eine Haltung, mit der es gelingt, Grenzen zu überwinden", sagte Herrmann. 

"Mit dem Senegal hat missio München ein Land in den Blick genommen, das in einer zunehmend von Terrorismus und Extremismus heimgesuchten Region als Anker des Friedens gilt", informierte missio-Präsident Monsignore Wolfgang Huber"Mit Erzbischof Benjamin Ndiaye aus Dakar, Bischof André Guèye aus der Diözese Thiès und Kalif Mountaga Tall waren hochrangige Vertreter von Christen und Muslimen bei uns zu Gast, die für den Dialog der Religionen und für friedliches Miteinander stehen. Denn dass Frieden und Sicherheit im Senegal Bestand haben, ist keineswegs selbstverständlich."

Das diesjährige missio-Partnerland Senegal gilt als Vorbild für das friedliche Zusammenleben von Christen und Muslimen. Gastgeber der zentralen Feierlichkeiten des gesamten Monats der Weltmission Oktober war in diesem Jahr das Erzbistum München und Freising.

 Bilder aus dem Münchner Dom und der Residenz von missio-magazin-Fotograf Friedrich Stark:

Weitere Informationen zum Monat der Weltmission erhalten Sie unter www.weltmissionsmonat.de

Hier können Sie sich den Festgottesdienst zum Sonntag der Weltmission im Münchner Dom noch einmal ansehen: 

missio startete mit einem traditionellen Aussendungsgottesdienst am Mittwoch (6. Oktober) in den Monat der Weltmission. >>Zum Filmbeitrag des Michaelsbunds auf Youtube

Knapp vier Wochen lang hatte missio München im Oktober Projektpartnerinnen und -partner aus dem Senegal zu Gast. Sie berichten in Vorträgen, Diskussionsrunden, Online-Live-Talks und bei Veranstaltungen über die Situation und den interreligiösen Dialog in ihrer Heimat. 

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