926ba8cbd2626de6d858b35310be172c_w1170_h600_cp missio München - Internationaler Tag des Radios: Radio Pacis hilft Flüchtlingen in Uganda

Zum "Internationalen Tag des Radios" am Samstag (13. Februar) macht missio München auf die große Bedeutung des Mediums als "Stimme des Friedens" aufmerksam. Aktuell unterstützt missio den katholischen Sender "Radio Pacis" im ostafrikanischen Uganda. Dessen Programm wendet sich gezielt an Flüchtlinge aus dem Südsudan, die sich vor Terror und Hunger in das Nachbarland gerettet haben. "Radio Pacis erreicht die Menschen dort, wo staatliche Strukturen an ihre Grenzen kommen, und hilft ihnen dabei, sich in dem fremden Land und der anderen Kultur besser zurechtzufinden", betont missio-Präsident Monsignore Wolfgang Huber.

Uganda ist derzeit aufgrund der Vielzahl an Schutzsuchenden überlastet – allein 900.000 Südsudanesen halten sich Schätzungen zufolge dort auf. Es fehlt am Notwendigsten, an Nahrungsmitteln und sauberem Wasser. Da die meisten Flüchtlinge nie eine Schule besucht haben, können viele der Frauen und Männer weder lesen noch schreiben. "Der Radiosender ist hier ein sehr guter Weg, um diese Menschen zu erreichen, sie zu informieren, ihnen Mut zuzusprechen und ihnen auf ihrem Weg in eine selbstbestimmte Zukunft zur Seite zu stehen", erklärt missio-Präsident Monsignore Huber. Im Radio berichten die Reporterinnen und Reporter zum Beispiel darüber, wo es in den Siedlungen sauberes Trinkwasser gibt, wie man leichte Verletzungen selbst versorgt oder wie man mit wenig Aufwand eigenes Gemüse anbaut.

Die Informations-, Diskussions- und Gebetsbeiträge von Radio Pacis in den Sprachen Lögbara, Kakwa, Madi, Alur und Englisch erreichen rund fünf Millionen Menschen und tragen zur Integration der Geflüchteten in Uganda bei. Dafür wurde "Radio Pacis" im Jahr 2014 mit dem ugandischen Preis für Friedensjournalismus ausgezeichnet. Die BBC bezeichnet das 24-Stunden-Hörfunkmedium als den besten Radiosender Afrikas. missio München unterstützt den christlichen Sender schon seit seiner Gründung im Jahr 2004.

"Wie wichtig 'Radio Pacis' besonders in schweren Zeiten ist, zeigt sich für die Menschen in Uganda einmal mehr in der Corona-Krise. Das Radio ist während der Pandemie eine wichtige Informationsquelle im Kampf gegen COVID-19. Zudem war der Sender die einzige spirituelle Stütze, als die Kirchen schließen mussten und die Menschen dringend seelsorgerische Betreuung brauchten", ergänzt Monsignore Huber.

Lesen Sie hier die missio-magazin-Reportage "Stimme des Friedens" über Radio Pacis in Uganda>>

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