Fieden und religiöser Dialog als Jahresthema in Westafrika als Jahresthema bei missio München; Foto: Jörg Böthling

Die Sicherheitslage in Westafrika verschlechtert sich zunehmend. Im Interview mit dem aktuellen missio magazin bezeichnet der Journalist und Afrika-Experte Stefan Klein die Situation als logische Konsequenz aus sozialen Verwerfungen. „Würde es den Ländern wirtschaftlich besser gehen, hätten die jungen Leute Jobs, würden sie so viel Geld verdienen, dass sie davon nicht nur selber leben, sondern auch ihre Familien ernähren können, dann würde der radikale Islam sich sehr viel schwerer tun.“ In Ländern wie Mali und Nigeria toben seit Jahren Konflikte, als deren Hauptursache islamischer Extremismus gilt. Beide Staaten versuchen, vor allem militärisch dagegen vorzugehen.

Stefan Klein lebte lange Zeit als Korrespondent für die „Süddeutsche Zeitung“ in Afrika und beschäftigte sich intensiv mit der Entführung der Chibok-Mädchen durch Boko Haram. „Für den Nordosten Nigerias gilt bis heute: Es ist ein Gebiet, in dem sich Zivilisten nur unter Lebensgefahr bewegen können. Boko Haram ist weiterhin brandgefährlich", betont der Autor im missio magazin.

Frieden ist das gemeinsame Thema der katholischen Hilfswerke und Diözesen im laufenden Kirchenjahr. missio München und missio Aachen loten insbesondere im Aktionszeitraum im Oktober während des Monats der Weltmission die Möglichkeiten aus, durch interreligiösen Dialog zum Frieden in Westafrika beizutragen. Im Lauf der Kampagne werden für missio München Gäste aus Niger, Mali, Burkina Faso und dem Senegal in allen bayerischen Diözesen sowie im Bistum Speyer unterwegs sein, um ihre Friedens- und Versöhnungsarbeit vorzustellen. „Wir wollen dadurch das weltweite Friedensnetz, zu dem wir als Teil der katholischen Kirche gehören, sichtbar machen und stärken“, erläutert missio-München-Präsident Monsignore Wolfgang Huber.

Das ungekürzte Interview mit Stefan Klein finden Sie unter: https://missio.com/aktuelles/nachrichten/boko-haram-noch-immer-brandgefährlich

 

Foto: Jörg Böthling

 

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