Mädchen in Tansania, die vor der Tradition der weiblichen Beschneidung geflohen sind. Foto: Jörg Böthling

In der Mara-Region im Norden Tansanias gilt seit alters her, dass Frauen weniger wert sind als Männer. Wesentliche Rechte werden ihnen abgesprochen. Mädchen werden der Tortur der Beschneidung unterzogen. Eine Frau stellt sich dagegen. Und bewirkt nach und nach den Wandel in den Köpfen.

Text: Barbara Brustlein / Fotos: Jörg Böthling

Bertram Meier wird der neue Bischof von Augsburg. Foto: Nicolas Schnall, Diözese Augsburg

missio München gratuliert Prälat Bertram Meier zur Ernennung zum Bischof der Diözese Augsburg. In einem persönlichen Brief wünscht missio-Präsident Wolfgang Huber dem ehemaligen missio-Zentralratsmitglied im Namen aller Mitarbeiter Gottes Segen und Beistand, Gesundheit und viel Kraft: "Es ist schön zu sehen, dass Du als bayrischer Kleriker mit großer weltkirchlicher Erfahrung den deutschen Episkopat nun mitgestalten und prägen wirst."

Christliche und muslimische Frauen reichen sich vor der Lehmkirche der Gemeinde Saint Augustin in Niger als Zeichen des Friedens symbolisch die Hand. Foto: Hartmut Schwarzbach

Zum neuen Jahr hat missio gemeinsam mit dem Evangelischen Missionswerk in Deutschland (EMW) das Ökumenische Friedensgebet 2020 vorgestellt. Autorin ist die aus dem Senegal stammende Ordensschwester Marie Catherine Kingbo. Sie ist Gründerin und Leiterin der Gemeinschaft der Dienerinnen Christi im Bistum Maradi in Niger. In der überwiegend muslimischen Gesellschaft des Wüstenstaats bilden die Christen eine sehr kleine Minderheit. Schwerpunkte der Arbeit der Schwestern sind unter anderem die Bildung und ganzheitliche Förderung von Frauen aller Religionen und ein Mikrokreditsystem für Frauen.

Fieden und religiöser Dialog als Jahresthema in Westafrika als Jahresthema bei missio München; Foto: Jörg Böthling

Die Sicherheitslage in Westafrika verschlechtert sich zunehmend. Im Interview mit dem aktuellen missio magazin bezeichnet der Journalist und Afrika-Experte Stefan Klein die Situation als logische Konsequenz aus sozialen Verwerfungen. „Würde es den Ländern wirtschaftlich besser gehen, hätten die jungen Leute Jobs, würden sie so viel Geld verdienen, dass sie davon nicht nur selber leben, sondern auch ihre Familien ernähren können, dann würde der radikale Islam sich sehr viel schwerer tun.“ In Ländern wie Mali und Nigeria toben seit Jahren Konflikte, als deren Hauptursache islamischer Extremismus gilt. Beide Staaten versuchen, vor allem militärisch dagegen vorzugehen.

Schulpartnerschaft Edith Stein Gymnasium - Lycée Herbert Ott

Bereits das dritte Jahr in Folge unterstützen Schülerinnen des erzbischöflichen Edith-Stein-Gymnasiums (ESG) über missio München Mädchen am Lycée Herbert Ott in Fada N'Gourma, Burkina Faso. 4.337 Euro haben die Schülerinnen seit Anfang 2018 für ihre Altersgenossinnen gesammelt. Von dem Geld wurden mobile „Waschbecken“ gekauft, weil es kein fließendes Wasser gab, Schulbücher und Stipendien über 200 Euro je Schülerin finanziert. Vor kurzem brachte das P-Seminar „Fairtrade“ den Erlös seines Verkaufsstands beim Weihnachtskonzert 2019 und die Kollekte vom Weihnachtsgottesdienst des ESG zu missio.

missio-Pilgerreise nach Frankreich

missio lädt im Frühjahr 2020 zu einer Pilgerreise nach Frankreich ein. Der Weg führt die Teilnehmer zu den Wurzeln der missionarischen Laienbewegung: Die missio-eigene Stiftung ecclesia mundi reist ins südliche Burgund und nach Lyon. Von 27. April bis 1. Mai erkundet die Reisegruppe gemeinsam mit missio-Präsident Monsignore Wolfgang Huber diese besondere Gegend mit ihren historischen Highlights und inspirierenden Eindrücken.

Journalist Stefan Klein im Interview mit dem missio magazin über die Terrororganisation "Boko Haram". Foto: Christian Selbherr

Im April 2014 entführte die Terrororganisation "Boko Haram" 276 Schülerinnen aus dem Ort Chibok im Norden Nigerias, die meisten von ihnen Christinnen. Bis heute sind einige von ihnen in der Gewalt der radikalen Islamisten, andere Mädchen sind freigekommen. Im Interview mit missio-magazin-Redakteur Christian Selbherr spricht Journalist Stefan Klein über die Hintergründe.  Der 69-Jährige lebte mehr als zwölf Jahre als Korrespondent der "Süddeutschen Zeitung" in Afrika und berichtete von Bürgerkriegen, Hungersnöten und Revolutionen. Die Geschichte der "Chibok-Mädchen" aus Nigeria beschäftigte ihn so sehr, dass er sie zu dem Buch "Boko Haram: Terror und Trauma" ausarbeitete, das im Kunstmann-Verlag erschienen ist.

Starke Frauen: Schwester Susanne Schneider, Beate Angele, Schwester Meskel Kelta aus Äthiopien; Europaabgeordnete Maria Noichl und Sabine Slawik.

Die Zweifel sind ihr anzusehen. "Im Galather-Brief 3,28 steht: Ihr alle seid eins in Christus", sagt Schwester Susanne Schneider und runzelt die Stirn. Aber ob sie sich immer eins mit anderen fühlt? "Unsere Gesellschaft ist erzogen, dass optimale Kirche aus dem Pfarrer und demBischof besteht“, konstatiert sie. Auch sie habe das lange hingenommen, bis sie auf Widerstände und Geringschätzung stieß. Als Gemeindereferentin vertrat sie einmal den örtlichen Pfarrer bei der Krankenkommunion. "Besser Sie als nichts", schallte ihr damals entgegen. Da machte sie sich die Frauen in der Kirche zum Thema.

da54b6cc0a98163b3a86b7493417884a_w720_h369_cp missio München - Nachrichten

50.000 € spendete Reinhard Kardinal Marx aus Mitteln des Erzbistums München und Freising für die private Seenotrettung – nun schon zum dritten Mal. Damit setzt er sich erneut Kritik aus. Anlass genug, um die jüngste Einschätzung unseres Partners Endashaw Debrework, Leiter des Jesuiten-Flüchtlingsdienstes in Ostafrika, an dieser Stelle zu veröffentlichen. Die Organisation hilft Geflüchteten in Uganda, Kenia, Äthiopien und dem Südsudan. Ihr Ange­bot reicht von Erstversorgung mit Nahrung und Medizin bis hin zu Traumatherapie und Schulbildung. Der folgende Artikel erschien zuerst in der missio magazin-Ausgabe 6/2019 in der Rubrik "Wiedersehen mit...".

Afrikatag 2020; Foto: Fritz Stark

Das Internationale Katholische Missionswerk missio München ruft zur Kollekte für den Afrika­tag 2020 auf. "Damit sie das Leben haben!" (Joh 10, 10) – unter diesem Leitspruch aus dem Johannesevangelium wird am 6. Januar 2020 in den bayerischen Diözesen und am 12. Januar 2020 im Bistum Speyer für die Kirche in Afrika gesammelt. Im Blickpunkt steht dieses Jahr die Arbeit einheimischer Ordensfrauen in Ghana.

Bischof Daniel Lotfy (links) im Gespräch mit einem Pfarrer in Ägypten, dessen Kirche von Soldaten bewacht wird. Foto: Friedrich Stark

Anlässlich des Stephanustags am 26. Dezember zum Gedenken bedrängter und verfolgter Christen fordert missio-Präsident Monsignore Wolfgang Huber Solidarität mit den christlichen Minderheiten, für die sich in vielen Ländern des Nahen Ostens und Nordafrikas die kritische Lage weiter zuspitzt. "Es ist beschämend, dass Christen oftmals gerade dort, wo sie seit ihren Anfängen wirken, nicht nur in ihrem Alltag ausgegrenzt und herabgewürdigt, sondern immer wieder mit dem Tod bedroht werden", mahnt Huber.

e358cf0c33baacfcad2491510c0b2dbd_w720_h369_cp missio München - Nachrichten

Von links nach rechts: Daniela Zitt (Diözesanverband Augsburg), Ursula Koutsouras (Geschäfstführerin WEPRO GmbH), Chris Illinger (Kolpingsfamilie Kaufbeuren), Werner Létang (Vorstand Kolpingsfamilie Kaufbeuren) Ulrich Fürst (Initiator von der Kolpingsfamilie), Martin Summer (Leitung Ein- und Verkauf WEPRO GmbH), Christian Mazenik (Leitung Leiter Bildungsabteilung missio München).

­