Frauen in Indien werden befähigt, ihren Lebensunterhalt zu bestreiten

In der Diözese Varanasi leben viele Menschen in Armut, vor allem Frauen und Menschen mit Behinderung haben es schwer. Die Ordensgemeinschaft Indian Mission Society ermutigt und befähigt sie zur gesellschaftlichen Teilhabe durch Vermittlung praktischen Knowhows und Vernetzung.

Indien Chancengleichheit statt Ausgrenzung karteDAS PROJEKT IM ÜBERBLICK

Land:
Indien/Diözese Varanasi
Projektsumme: 61.600 Euro
Dauer: 3 Jahre
Zielgruppe: 3.600 Personen, überwiegend Frauen sowie Menschen mit Behinderung
Ziele:
• Teilhabe am gesellschaftlichen Leben
• Verbesserung des Lebensstandards durch einkommenschaffende Maßnahmen
Maßnahmen:
• Aufbau von Selbsthilfegruppen zur Vermittlung wirtschaftlicher Grundkenntnisse und gesellschaftlicher Rechte und Pflichten
• Berufsförderungsmaßnahmen für 900 Frauen

Die Situation vor Ort

Die Diözese Varanasi liegt in Uttar Pradesh, dem viertgrößten und bevölkerungsreichsten Bundesstaat Indiens. 40 Prozent der Menschen leben hier unterhalb der Armutsgrenze. Vor allem für die Bewohner ländlicher Gegenden führen die immer geringer werdenden Einkünfte aus der Landwirtschaft zu steigender Armut. Um zu überleben, müssen die Menschen auf dem Land künftig auch andere Einkommensmöglichkeiten haben.

Besonders für Frauen und Menschen mit Behinderung sind die Chancen auf eine Anstellung jedoch gering. Sie sind aufgrund ihres geringen Bildungsstandes bzw. ihrer physischen Beeinträchtigungen nicht in die Gesellschaft eingebunden und kennen ihre Rechte nicht. Für sie ist es kaum möglich, ein eigenes Einkommen zu verdienen und am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen.

„Das Ziel von JVS ist es, Frauen, Kindern und Jugendlichen, besonders solchen mit Behinderung, dabei zu helfen,
Solidarität statt Ausgrenzung und somit letztlich Chancengleichheit zu erfahren.“

Br. Chandran Riymonds, Geschäftsführender Direktor Jan Vikas Samiti.

Indien Chancengleichheit statt Ausgrenzung kopfWas unsere Projektpartner tun

Jan Vikas Samiti (JVS) ist der soziale Zweig der indischen Ordensgemeinschaft Indian Mission Society (IMS). Seit 1997 fördert JVS Frauen, Kinder und Personen mit Behinderung auf ihrem Weg zur Teilnahme am gesellschaftlichen Leben. JVS ermutigt und befähigt sie dazu, gemeinsam für ihre sozialen, politischen und wirtschaftlichen Interessen einzutreten. Durch die Organisation von Selbsthilfegruppen unterstützt JVS diese Menschen in ihrer ganzheitlichen Entwicklung.

Inzwischen gibt es in der Diözese Varanasi 45 solcher Selbsthilfegruppen, die von den Dörfern selbst verwaltet werden.

Wie Sie helfen können

Indien Chancengleichheit statt Ausgrenzung 5Das vorliegende Projekt kommt insgesamt 3.600 Personen, überwiegend Frauen sowie Menschen mit Behinderung zugute. Über die Selbsthilfegruppen bekommen sie Basiswissen zu wirtschaftlichen Themen und Kenntnisse über ihre gesellschaftlichen Rechte und Pflichten vermittelt. Die Teilnehmer werden in ihrem Selbstvertrauen gestärkt und bekommen das nötige Wissen mit auf den Weg, um ihre Interessen zu vertreten und ihre Chancen zur gesellschaftlichen Teilhabe verbessern zu können.

Darüber hinaus erhalten 900 ausgewählte Frauen Schulungen zu einkommenschaffenden Maßnahmen wie
• Schneidern von Taschen
• Montage von LED-Lampen
• Herstellung von Papptellern, Wasch- und Seifenpulver und Nahrungsergänzungsmitteln
• Vertrieb von Damenbinden

Für die Vermarktung und den Vertrieb der hergestellten Produkte schließen sich die Frauen in den Selbsthilfegruppen zusammen. Die Maßnahmen wurden von Frauen bereits existierender Selbsthilfegruppen vorgeschlagen und haben sich als erfolgreich erwiesen. Das Projekt läuft über 3 Jahre mit einem Gesamtvolumen von 262.200 Euro und wird teilfinanziert von der Katholischen Zentralstelle für Entwicklungshilfe (KZE). missio München unterstützt das Vorhaben mit einem Beitrag in Höhe von 61.600 Euro.

Für Ihren Beitrag, der den marginalisierten Menschen verlorenes Selbstvertrauen schenkt und sie in ihren Fähigkeiten fördert, danken wir Ihnen sehr!

Fotos: Fritz Stark/missio München

pdfAlle Informationen zum Projekt in Indien im pdf zum Download >>

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