Zum Hauptinhalt springen

Kino-Abend "Sieben Winter in Teheran" - mit anschließendem Gespräch

Von 16. April 2025 18:00 bis 20:30

In Kooperation mit der Fachstelle Medien und Digitalität des erzbischöflichen Ordinariats München und dem Münchener Anwaltsvereins zeigt missio München am Mittwoch, 16. April, um 18.00 Uhr im Kino Neues Rottmann in München den mit dem Deutschen Menschenrechts-Filmpreis 2024 ausgezeichneten Dokumentarfilm "Sieben Winter in Teheran".

Das Werk der Regisseurin Steffi Niederzoll wurde in der Kategorie Langfilm mit dem Deutschen Menschenrechts-Filmpreis 2024 ausgezeichnet. Mit zum Teil undercover gedrehtem Material zeichnet die deutsche Regisseurin den Kampf von Reyhaneh Jabbari um ihr Leben nach. Diese saß vor ihrer Hinrichtung sieben Jahre im Todestrakt, nachdem sie sich als 19-Jährige gegen eine versuchte Vergewaltigung mit einem Messer gewehrt und dabei ihren Angreifer getötet hatte. Ein erschütternder Film, der den Prozess, die Inhaftierung und das Schicksal einer mutigen jungen Frau nachzeichnet, die zum Symbol des Widerstands wurde und auch an all jene erinnert, die heute im Iran von der Todesstrafe bedroht sind.

Eindringliches Plädoyer gegen die Todesstrafe

Die Iranerin Reyhaneh Jabbari wurde im Oktober 2014 im Alter von 26 Jahren hingerichtet, weil sie in Notwehr einen Mann getötet hatte, der sie vergewaltigen wollte. Der Dokumentarfilm rollt den Fall auf, der juristisch brisant ist, weil er viel über die iranische Gesellschaft und ihre korrupte Justiz sowie das Verhältnis der Geschlechter untereinander verrät. Der erschütternde Film greift auf heimlich aufgenommene Videos mit Jabbari und Aussagen ihrer Familie zurück und plädiert eindringlich gegen die Todesstrafe.

Nach dem Film spricht der Journalist Marko Junghänel mit Shole Pakravan, der Mutter von Reyhaneh Jabbari, über ihre persönlichen Erinnerungen. Das Gespräch findet in Englischer Sprache statt. 

Telefonische Kartenreservierung beim Kino Neues Rottmann unter 089-521683