b5e384adca7ae02104f3e1e0a320b753_w1170_h600_cp missio München - Sonntag der Weltmission

Der Weltmissionssonntag ist die größte Solidaritätsaktion der Katholiken weltweit. Um die im 19. Jahrhundert entstandenen missionarischen Initiativen besser zu koordinieren, rief Papst Pius XI. 1926 erstmals den Weltmissionssonntag aus. Jedes Jahr wird seither in rund 100 Ländern für die soziale und pastorale Arbeit der katholischen Kirche in den 1.100 ärmsten Diözesen der Welt gesammelt. Welchen Ortskirchen die Kollekte jeweils zugutekommen, bestimmen die Nationaldirektoren der Päpstlichen Missionswerke. In Deutschland wird der Weltmissionssonntag 2018 am 28. Oktober gefeiert. Im Mittelpunkt steht dieses Jahr das ostafrikanische Land Äthiopien. Im Vorfeld organisiert missio den Monat der Weltmission mit zahlreichen Aktionen. Knapp vier Wochen lang sind in München und anderen bayerischen Diözesen missio-Projektpartner aus Äthiopien zu Gast. Sie werden bei Veranstaltungen und in Vorträgen unter anderem von der Situation der Christen in ihrer Heimat berichten. Die zentralen Festlichkeiten zum Weltmissionssonntag finden 2018 im Bistum Regensburg statt.

Äthiopien im Fokus

Plakat zum Weltmissionssonntag 2018

Die Kulturnation Äthiopien ist bekannt für ihr urchristliches Erbe. Anfang des 4. Jahrhunderts verbreitete sich das Christentum in Äthiopien. Das äthiopisch-orthodoxe Christentum ist die historisch bedeutsamste Religion des Landes. Heute sind rund 60 Prozent der Bevölkerung Christen, davon die Mehrheit mit 43,5 Prozent orthodox, 18,6 Prozent protestantisch (vor allem in protestantischen Freikirchen) und nur 0,7 Prozent katholisch. 33,9 Prozent der Menschen sind Muslime, 2,6 Prozent gehören traditionellen Religionen an, etwa 0,6 Prozent sind ohne Bekenntnis.

Das Plakatmotiv zum Weltmissionssonntag 2018 zeigt junge Katholikinnen im Bergdorf Agaro-Bush in der Region Kaffa am „Fest Gottes des Vaters“, das katholische und orthodoxe Christen in Äthiopien am 7. April feiern. Nach dem Festgottesdienst umrunden die Gläubigen in einer Prozession dreimal die Kirche und führen dabei eine Darstellung der Bundeslade mit sich. Die Region im Vikariat Jimma-Bonga wird von der Gemeinschaft der Kleinen Schwestern Jesu betreut, die ein Haus in Wush-Wush unterhält. Die Schwestern sind in der Familienpastoral tätig. Sie arbeiten besonders mit Familien, die in sehr ärmlichen Verhältnissen leben.

"Gott ist uns Zuflucht und Stärke" (Ps 46) lautet das Leitwort des diesjährigen Monats der Weltmission. Obwohl die katholische Kirche in Äthiopien weniger als ein Prozent der Bevölkerung ausmacht, leistet sie einen wichtigen gesellschaftlichen Beitrag. Sie betreibt Schulen, Ausbildungsstätten und Kliniken. Sie engagiert sich im interreligiösen Dialog und hilft Flüchtlingen. Zudem ist sie Anlaufstelle für die Armen und Bedürftigen.

Plakat zum Download

Einblicke in die Situation vor Ort und die wichtige Arbeit der Kirche geben unsere Reportagen:  

Reportage Äthiopien Diredawa
Reportage Äthiopien Dschibuti
Reportage Äthiopien Nyangatom
Reportage Äthiopien Gambela

 

Materialien zum Download

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Dr. Michael Krischer

Dr. Michael Krischer

Kampagnen – Abteilung Kommunikation

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