Sonntag der Weltmission 2021

Der Weltmissionssonntag ist die größte Solidaritätsaktion der Katholikinnen und Katholiken weltweit. Um die im 19. Jahrhundert entstandenen missionarischen Initiativen besser zu koordinieren, rief Papst Pius XI. 1926 erstmals den Weltmissionssonntag aus. Jedes Jahr wird seither in rund 100 Ländern für die soziale und pastorale Arbeit der katholischen Kirche in den 1.100 ärmsten Diözesen der Welt gesammelt.

Traditionell wird den gesamten Oktober der Monat der Weltmission gefeiert. Höhepunkt ist in diesem Jahr der 24. Oktober, der Sonntag der Weltmission. Die zentralen Festlichkeiten findenheuer im Erzbistum München und Freising statt, der Abschlussgottesdienst im Liebfrauendom in München. Er wird gestreamt und auf Facebook live zu sehen sein.

"Lasst uns nicht müde werden, das Gute zu tun" (Gal 6,9) lautet der Leitspruch, zu dem sich in diesem Jahr die kirchlichen Hilfswerke und die Bistümer in Deutschland zu gemeinsamen Aktivitäten zusammenfinden. Sofern es das Coronavirus zulässt, wird insbesondere im Oktober, dem Monat der Weltmission, mit vielen verschiedenen Aktionen diesem so wichtigen Anliegen Nachdruck verliehen. 

Im Mittelpunkt des Sonntags der Weltmission stehen in diesem Jahr unsere Projektpartnerinnen und -partner im Senegal, die sich für Frieden und Versöhnung einsetzen. Das Land in Westafrika gilt als Vorbild für das friedliche Zusammenleben von Christen und Muslimen - während Nachbarn wie Mali und Burkina Faso unter Terror und Gewalt leiden. Doch auch in Dakar und anderen Städten kam es im Frühjahr 2021 zu Unruhen. Außerdem sind die wirtschaftlichen Auswirkungen der Pandemie enorm, trotz vergleichsweise niedriger Infektionszahlen. Wie gehen die Menschen damit um, und welchen Beitrag kann die katholische Kirche leisten, die sich im islamischen Umfeld in einer Minderheitenposition befindet?

Sofern die Pandemie bis dahin in Europa weiter abflaut und es die Umstände zulassen, werden im Oktober 2021 zahlreiche Gäste aus dem Partnerland Senegal nach Deutschland kommen. Bischof Martin Boucar Tine aus Kaolack gehört ebenso dazu wie Erzbischof Benjamin Ndiaye aus Dakar, und Bischof André Guèye aus Thiès. Mit Kalif Mountaga Tall ist ein hochrangiger muslimischer Vertreter eingeladen; dazu Louise Ndione, Marie-Noëlle Mendy, Kathrin Diop, Abbé Ambroise Tine und Abbé Fulgence Coly. Die Mönche aus dem Kloster Keur Moussa bringen westafrikanische Musik und Spiritualität mit nach Bayern.

 

Plakat aktuell WMS 2021 webDas Plakat zum Weltmissionsmonat 2021

Das Plakat zeigt zwei stilisierte Hände, die die Schaffenskraft zum Ausdruck bringen sollen, wenn wir uns aus dem Glauben heraus für unsere Schwestern und Brüder einsetzen, ohne Ansehen der Religion.
In der linken Hand sehen wir den Bischof von Thiès im Senegal, André Gueye, zusammen mit dem Khalifen Mountaga Tall. Der Senegal ist ein Land mit 95 Prozent Muslimen und die islamischen Gemeinden sind in Sufi-Bruderschaften organisiert. Diese haben großen wirtschaftlichen und politischen Einfluss - die Bruderschaft der Mouriden organisiert zum Beispiel das Transportwesen im Land. Ihre große Moschee liegt in der Stadt Touba, die auch zum Gebiet der Diözese Thiès gehört. Touba ist die größte Pilgermetropole des Landes, etwa 150 km östlich von Dakar. Zum Magal-Fest kommen jährlich Millionen Pilger nach Touba.
In der rechten Hand sehen wir Louise Ndione, die Direktorin des Frauenförderzentrums «Claire Amitié» der Diözese Thiès, zusammen mit einer jungen katholischen Pfadfinderin. Fünf Prozent Christen - die katholische Kirche genießt im Senegal trotz ihres Minderheitenstatus Anerkennung in der Gesellschaft, vor allem durch ihre Rolle im Bildungs- und Gesundheitsbereich. Sie betreibt viele Schulen, die qualitativ besser und zuverlässiger als staatliche Schulen funktionieren. Die Angebote der Kirche sind für alle offen. Im Zentrum «Claire Amitié» erhalten jungen Frauen, gleich ob Christinnen oder Muslima, eine qualifizierende (Berufs-)Ausbildung im hauswirtschaftlichen Bereich. Oft sind es junge Senegale-sinnen, die aus prekären Situationen kommen. missio München unterstützt dieses Projekt seit vielen Jahren.
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Angebot für Studierende aller Fachrichtungen

Intensivpraktikum bei missio München von 21. September bis 24. Oktober 2021

Begeisternde weltkirchliche Erfahrung / Interkulturelles Lernen / Interreligiöser Dialog / Gäste aus dem Senegal / Französisch übersetzen
missio bietet auch im Jahr 2021 wieder die Möglichkeit zur Mitarbeit in der Kampagne zum Weltmissionssonntag. Im Fokus steht das Thema "Interreligiöser Dialog" am Beispiel des westafrikanischen Landes Senegal. Zum Praktikum gehört eine eingehende Vorbereitung auf die Arbeit von missio und auf Deine Aufgabe, vor allem mit Blick auf die Begleitung und Übersetzung eines unserer Gäste aus dem Senegal bei Veranstaltungen in Schulen und Pfarreien. Es erwartet Dich eine interessante weltkirchliche Erfahrung. Jetzt mehr erfahren und bewerben>>

6 2020 Papst Franziskus Papstbotschaft WMS 2020 2

Hier lesen Sie die Botschaft von Papst Franziskus zum Sonntag der Weltmission 2021. Sie steht unter dem Leitwort: „WIR KÖNNEN UNMÖGLICH SCHWEIGEN ÜBER DAS, WAS WIR GESEHEN UND GEHÖRT HABEN“ (APG 4,20). Zur Papst-Botschaft>>


 

Eindrücke von der Delegationsreise nach Senegal im Februar 2020

 

Film: Helmut Degenhart

 

Materialien zum Weltmissionsmonat 2021 zum Download


 Weiterführende Informationen:

  •  Rückblick auf den Weltmissionsmonat 2020 – Westafrika

Weltmissionsmonat 2020 – Westafrika

  •  Rückblick auf den Weltmissionsmonat 2019 – Nordostindien 

Weltmissionsmonat 2019 – Nordostindien

  •  Rückblick auf den Weltmissionsmonat 2018 – Äthiopien

Weltmissionsmonat 2018 – Äthiopien


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