misso München richtet für Partner in Afrika und Asien einen Corona-Hilfsfond ein. Foto: Reuters

Zur Unterstützung seiner Projektpartner in Afrika und Asien hat missio München einen Corona-Hilfsfonds über 50.000 Euro  eingerichtet. "Wir beobachten mit großer Sorge, wie sich das Corona-Virus in unseren Projektländern in Afrika und Asien verbreitet. Mangelnde Hygienestandards in den Armenvierteln, schlechte Infrastruktur vor Ort und die oft maroden Gesundheitssysteme vieler Länder drohen die Verbreitung des Virus zu einer Katastrophe werden zu lassen", betont missio-Präsident Monsignore Wolfgang Huber.

Missionsarzt und missio-Partner Dr. Thomas Brei in Tansania.

Angesichts der Corona-Pandemie verweist Missionsarzt und Pfarrer Dr. Thomas Brei im Gespräch mit der Redaktion des "missio magazins" auf die großen Herausforderungen in der Gesund­heitsversorgung der Menschen in afrikanischen Ländern, die oftmals weit von der nächsten Krankensta­tion leben und kaum über finanzielle Mittel verfügen. "Die Wenigsten nehmen wegen Fieber oder Heiserkeit den Weg zum Doktor auf sich. Kein Durchschnittsmensch in Afrika kann sich einen COVID-19-Test leisten. Sobald es einen Impfstoff gibt, wird dieser zuerst in den westlichen Ländern eingesetzt werden", sagt Brei.

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Als internationales katholisches Hilfswerk steht missio München gerade jetzt in Zeiten der weltweiten Corona-Pandemie Seite an Seite mit seinen Projekt-Partnern in Afrika, Asien und Ozeanien. "Wir beobachten mit großer Sorge, wie sich das Corona-Virus in den Ländern des Südens verbreitet und stehen in engem Kontakt mit unseren Partnern", sagt missio-Präsident Monsignore Wolfgang Huber. "Zugleich berührt uns, dass unsere Projektpartner angesichts der Krise in Europa jetzt uns - und auch Sie, liebe Unterstützer und Freunde von missio München - in ihre Gebete mit einschließen."

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Während die Anzahl der mit dem Coronavirus Infizierten in Europa in rasender Geschwindigkeit auf ihren Höhepunkt zusteuert, waren die Menschen in Bayern aufgerufen, ihre Bürgermeister, Stadt- und Kreisräte zu wählen. Auch Sabine Gies ging zum Wahllokal – und wunderte sich. Kurz bevor der Katastrophenfall ausgerufen wurde, wurde dort nicht einmal die simpelste Hygienemaßnahme angeboten: sich die Hände zu waschen. „Das wäre in vielen afrikanischen Ländern in dieser Situation absoluter Standard“, sagt Gies.

Prinz Ludwig von Bayern

Prinz Ludwig von Bayern dringt auf bessere berufliche Ausbildungsmöglichkeiten junger Menschen in Afrika. „Für die jetzige Generation, die bald mit der Schule fertig wird, gibt es so gut wie überhaupt keine Chance vor Ort eine Arbeit zu finden“, mahnt der Nachfahre der bayerischen Könige im aktuellen „missio magazin“ des Internationalen Katholischen Hilfswerks missio München. Seiner Ansicht nach sind durch wachsende Schulbildung und andere entwicklungspolitische Erfolge in Afrika neue Herausforderungen entstanden, die dringend angegangen werden müssen.

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Für Syrien beginnt Mitte März das zehnte Kriegsjahr. Im missio magazin 6/2016 erzählten uns zwei Syrer ihre Geschichte. In ihrer Heimat gehörten sie der „Aleppo Family“ an, einer Gruppe junger Menschen, die sich im Krieg um Notleidende kümmerte. Als es zu gefährlich wurde, kamen sie nach Europa. Wie geht es ihnen heute?

Podiumsdiskussion Mbembe Müller

--Die Veranstaltung wurde abgesagt-- Zusammen mit der Katholischen Akademie in Bayern laden wir Sie herzlich ein zum Gespräch zwischen dem afrikanischen Politikwissenschaftler und Buchautor Prof. Dr. Achille Mbembe und dem Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Dr. Gerd Müller. Die Veranstaltung findet statt am Mittwoch, 18. März 2020, ab 18 (!) Uhr in der Katholischen Akademie in Bayern, Mandlstraße 23, in München-Schwabing. Der Titel „Europa und Afrika. Neue Wege der Zusammenarbeit“ soll zeigen, dass nur eine Begegnung auf Augenhöhe Ergebnisse bringt, die beiden Kontinenten gerecht werden.

– Die Veranstaltung wird wegen des Coronavirus verschoben. Der Ersatztermin steht noch nicht fest. –

"Die EU-Staaten müssen Menschen aufnehmen", fordert missio-Präsident Huber. Foto: Friedrich Stark

Angesichts der dramatischen Situation der Flüchtlinge an der Grenze zwischen der Türkei und Griechenland fordert missio-Präsident Monsignore Wolfgang Huber eine schnelle europäische Lösung. "Es ist eine Schande, dass Regierungen das Leid Millionen verzweifelter Menschen als diplomatisches Druckmittel benutzen. Und es ist das traurige Ergebnis höchst umstrittener finanzieller Deals, die die EU mit sogenannten Migrationspartnerschaften eingegangen ist", kritisiert der missio-Präsident und fordert: "Die EU-Staaten müssen jetzt über Kontingente sprechen und Menschen aufnehmen."

Harter Job für die Lastenträgerinnen am Markt von Lomé/Togo. Foto: Jörg Böthling

Mit unserem aktuellen Spendenprojekt schenken Sie Müttern mit Kindern in Togo Schutz und Sicherheit. Vor allem für Frauen ist das tägliche Leben in dem westafrikanischen Land hart. Sie müssen oft schwer arbeiten, um das Überleben ihrer Kinder zu sichern. Viele von ihnen schlagen sich als Lastenträgerinnen auf dem Markt von Lomé, der Hauptstadt Togos, durch. Die Frauen helfen beim Be- und Entladen von Lieferwagen. Täglich schleppen sie unzählige Kilos Reis, Bohnen und andere Waren. Doch wer kümmert sich um ihre Kinder, während sie arbeiten?

Die Kinder von Lastenträgerinnen in Lomé/Togo. Foto: Jörg Böthling

Farbenprächtige Stoffe, frische Tomaten und Zwiebeln, oder Ledertaschen und Schuhe aus China – auf dem "Großen Markt" in Togos Hauptstadt Lomé findet man so gut wie alles. Frauen übernehmen von früh bis spät den Transport der Waren – und können doch kaum davon leben.

Text: Christian Selbherr / Fotos: Jörg Böthling

missio-Präsident Huber und der Passauer Bischof Oster auf Delegationsreise in Senegal. Foto: missio München

Lebendige Friedens- und Versöhnungsarbeit in Westafrika haben die Teilnehmer einer Delegationsreise aus Bayern erfahren. Gemeinsam mit dem Passauer Bischof Stefan Oster und missio-Präsident Monsignore Wolfgang Huber waren Vertreter des Bistums Passau im Februar bei Partnern des Internationalen Katholischen Missionswerks missio München in Senegal unterwegs. "Ich bin sehr beeindruckt von diesem Land und von den Menschen, denen wir begegnet sind", betont Bischof Oster. "Viele erzählen uns voll Freude und Begeisterung von dem guten Zusammenleben zwischen den einzelnen Religionen und dem Dialog zwischen Muslimen und Christen." 

missio magazin 2-2020

Die Ausgabe 2/2020 des missio magazins nimmt den Leser mit in einen weitgehend vergessenen Winkel der Erde, den Tschad, genauer gesagt in eines der Flüchtlingslager in der Grenzregion zum Sudan. In Ägypten ist die Situation unter Präsident Abdel Fattah al-Sisi, der sich 2013 mit Hilfe des Militärs an die Macht geputscht hat, ebenfalls ungewiss. Hoffnung macht hingegen das Interview mit Prinz Ludwig von Bayern: Der Ururenkel des bayerischen Königs setzt sich in Kenia dafür ein, dass junge Menschen Arbeit finden. Im Blickwechsel schauen wir nach Manila und München und entdecken, wie Bücher hier zu den Menschen kommen.

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