Schwester Meskel Kelta behandelt in der Gesundheitsstation Taza in Äthiopien den kleinen Makitu. Im Hintergrund seine Großmuttter Alima. Foto: Jörg Böthling

Als der kleine Makitu ins "Taza Catholic Health Center“" im Süden Äthiopiens kam, war er so schwer mangelernährt, dass er kaum noch am Leben war. Makitus Bauch war aufgebläht, seine Ärmchen waren dünn. Zudem war sein Körper von Brandmalen übersät, die von glühenden Stöcken stammten. Gemäß uralter traditioneller Heilmethoden hatte Makitus Familie versucht, das geschwächte Kind damit zu heilen. Makitus Großmutter Alima brachte ihren Enkel schließlich in letzter Minute ins drei Stunden entfernte Gesundheitszentrum in Taza, das von der missio-Projektpartnerin Schwester Meskel Kelta geleitet wird.

Auf der Facebook-Seite von missio München präsentiert das Hilfswerk in einem Countdown seine diesjährigen Gäste aus Äthiopien.

Die Vorbereitungen zum diesjährigen Monat der Weltmission laufen auf Hochtouren. Knapp vier Wochen lang hat missio München im Oktober Projektpartner aus dem diesjährigen Schwerpunktland Äthiopien zu Gast. In den bayerischen Diözesen sowie im Bistum Speyer werden sie bei Veranstaltungen und Vorträgen über die Situation der Christen in ihrer Heimat berichten. Auf der Facebook-Seite von missio München stellen wir in einem Countdown alle Gäste in einem kurzen YouTube-Video vor.

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Er berichtet seit 20 Jahren aus China, zunächst für das "Wall Street Journal" und heute vor allem für die "New York Times". Eines seiner Spezialgebiete ist die Rolle der Religionen im kommunistischen "Reich der Mitte". Im Interview mit missio-magazin-Redakteur Christian Selbherr erklärt Ian Johnson, warum die Zahl der Gläubigen in China so rasant gestiegen ist und was er von den jüngsten diplomatischen Bemühungen des Vatikans hält.

Äthiopische Mädchen in der Grenzregion zu Eritrea; Fotograf: Jörg Böthling

Das neue missio magazin ist da! Im Fokus der Ausgabe steht Äthiopien – das Schwerpunktland unserer Aktionen rund um den Monat der Weltmission im Oktober. Was sich in den vergangenen Wochen in dem ostafrikanischen Land ereignet hat, ist nichts weniger als eine historische Wende. Das Friedensabkommen mit dem verfeindeten Nachbarn Eritrea ist Thema der großen Titelreportage "Endlich Frieden!". Außerdem im neuen Heft: Berichte und Informationen über Äthiopiens Hauptstadt Addis Abeba, über den größten Staudamm Afrikas und Haile Selassie, den letzten Kaiser des Kontinents.

Interview mit Prinz Asfa-Wossen Asserate, Foto: dpa

Den politischen Wandel in seinem Heimatland Äthiopien wertet der Großneffe des letzten äthiopischen Kaisers Haile Selassie, Prinz Asfa-Wossen Asserate, im Interview mit dem missio magazin als äußerst positiv: "Das gesamte äthiopische Volk sagt 'Nein' zu dem Regime, das der Westen aufgebaut hat. An einem einzigen Sonntag sind vier Millionen Äthiopier auf die Straße gegangen. Das ist der Frühling, auf den wir seit 27 Jahren warten."

missio München Philippinen-Referentin Stephanie Schüller im Gespräch

„Der Rückhalt für Präsident Rodrigo Duterte auf den Philippinen schwindet langsam aber sicher – selbst bei den einfachen Leuten, die seine Politik der Härte unterstützt haben“, betont Stephanie Schüller, Philippinen-Referentin bei missio München. In Zahlen ließe sich der Wandel noch nicht belegen. Doch missio-Projektpartner auf dem südasiatischen Inselstaat berichteten der Philippinen-Expertin in den vergangenen Wochen zunehmend vom Wandel des politischen Klimas im Land.

Pater J. Stamer, Bildquelle: P. Hans B. Schering

Angesichts des islamistischen Terrors im Norden Malis hat sich der christlich-islamische Dialog in dem westafrikanischen Land verstärkt. Das beobachtet Pater Josef Stamer, der seit 52 Jahren in Mali lebt und in Bamako das Institut zur christlich-islamischen Ausbildung gegründet hat, das missio mit Stipendien unterstützt. Doch Korruption, Arbeitslosigkeit und auch der Klimawandel werden zunehmend zum Problem. Ob die Präsidentschaftswahl Ende Juli Besserung bringt? Seine Einschätzung dazu äußert er in einem aktuellen Interview.

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Nach der Antrittsrede des neu gewählten pakistanischen Premierministers Imran Khan zeigt die christliche Minderheit vorsichtigen Optimismus. "Im Vorfeld hatte Khans wenig strikte Haltung gegenüber den Taliban und seine Ankündigung, die Scharia flächendeckend einführen zu wollen, für Angst und Schrecken unter den Christen gesorgt. Nun hat er jedoch betont, alle Bürger, also auch die religiösen Minderheiten, als gleichwertig behandeln zu wollen", sagt der pakistanische Dominikanerpater und missio-Projektpartner James Channan.

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Burkina Faso erlebt derzeit eine entsetzliche Dürre. Die kleinen Felder sind vertrocknet, der Regen bleibt aus, die Lebensmittel werden knapp. Neugeborene Kinder und ihre Mütter sind besonders betroffen. In der gesamten Sahelzone sind sechs Millionen Menschen von Hungersnot bedroht, berichten die Vereinten Nationen. „Aus unserer christlichen Verantwortung heraus können wir nicht wegsehen, wenn die Menschen in dieser Region derartiges Leid erfahren“, betont Monsignore Wolfgang Huber, Präsident von missio München. „Unsere Partner aus Burkina Faso haben sich an missio München gewandt – ihr Hilfeschrei darf nicht verhallen.“

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"Filme müssen gesehen werden, um zu wirken" – Der Deutsche Menschenrechts-Filmpreis bietet eine Plattform dafür: Noch bis 24. August können Profi-, Hochschul- und Amateurfilme eingereicht werden. Der Deutsche Menschenrechts-Filmpreis wird in diesem Jahr zum elften Mal verliehen. missio ist Gründungsmitglied und Mitveranstalter des renommierten Filmpreises, der alle zwei Jahre vergeben wird.

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missio-Präsident Monsignore Wolfgang Huber kritisiert die aktuellen Pläne von Bundesfinanzminister Olaf Scholz: Als "äußerst bedenklich" wertet der missio-Präsident dabei die geringe Aufstockung des Budgets des Entwicklungsministeriums für 2019 und die geplanten Budgetkürzungen um eine Milliarde Euro ab 2020. "Es ist zwingend notwendig, in den kommenden Jahren mit Konzepten und auch mit finanziellen Mitteln gezielt bessere Lebensumstände in den Ländern des Südens zu fördern. Die Ansätze des Bundesentwicklungsministers dabei durch Einsparungen zu torpedieren, ist der falsche Weg", betont Huber.

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Mit der Aktion Furchtlos weist missio München auf Ungerechtigkeiten gegen Mädchen und Frauen hin und unterstützt zugleich missio-Partnerinnen, die sich für Menschenrechte stark machen. In diesem Sommer haben wir unsere Arbeit unter anderem beim Heinrichsfest in Bamberg, beim Bennofest in München und beim Fest der weltweiten Kirche in Neuendettelsau vorgestellt.

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