29e3c995437489d247128038fffcdfc6_w1170_h600_cp missio München - Corona in Indien: missio organisiert Nothilfe von knapp 200.000 Euro

Angesichts der dramatischen Corona-Situation in Indien hat missio München ein zusätzliches Nothilfepaket in Höhe von knapp 200.000 Euro organisiert. "Die Hilferufe, die uns von unseren Projektpartnerinnen und –partnern erreichen, machen uns zutiefst betroffen", betont missio-Präsident Monsignore Wolfgang Huber. "Sie haben uns dringend um unsere Gebete und um schnelle Hilfe gebeten, um die Menschen in den Slums und ländlichen Gebieten mit Lebensmitteln und Medikamenten versorgen zu können."

Die Ordensoberin der Apostolic Carmel Sisters in Indien, Schwester Nirmalini Nazareth, berichtet erschüttert von bereits vier Todesfällen unter den Schwestern in verschiedenen Konventen des Landes. Die Schwestern, die nicht an Covid 19 erkrankt sind, tun in der Zwischenzeit alles, um den Menschen zu helfen. "Die Leute in den Slums hungern!", schreibt sie in einer Nachricht an missio München. "Durch den erneuten kompletten Lockdown haben die meisten Menschen in den Armenvierteln erneut ihre Arbeit verloren, sie haben kein Geld, um sich Essen zu kaufen." Schwester Nirmalini hat mit ihren Mitschwestern in Bangalore kostenlose Essens- und Medikamentenausgaben für die Ärmsten sowie die Helferinnen und Helfer organisiert.

 "Corona-Problematik verschlimmert ohnehin desaströse Situation"

"Das ohnehin marode Gesundheits- und Sozialsystem in Indien ist von der derzeitigen Situation komplett überfordert", infomiert missio-Indien-Referentin Branka Begic. "Selbst in großen Städten ist die ärztliche Versorgung unzureichend, in kleineren Gemeinden fehlt sie teils komplett. Auch ein funktionierendes Sozialsystem gibt es nicht."

Um den Projektpartnerinnen und –partnern in der akuten Notlage zur Seite zu stehen, hat misso München gemeinsam mit der Erzdiözese München und Freising, dem Erzbistum Köln und Sternstunden e.V., der Benefizaktion des Bayerischen Rundfunks, eine Corona-Indien-Nothilfe von knapp 200.000 Euro in die Wege geleitet. Unterstützt werden damit unter anderem die Ausstattung dreier katholischer Krankenhäuser in den Diözesen Ajmer, Allahabad und Jhansi mit Beatmungs- und Lüftungsgeräten sowie Sauerstoffkonzentratoren, Familien von Kindern und Jugendlichen mit Behinderungen des Gesundheitsnetzwerks „Catholic Health Association of India“ (CHAI), Medizin-Kits für  Covid-Betroffene im Distrikt Varanasi und die Essens- und Medikamentenausgabe der Apostolic Carmel Sisters in Bangalore.
Weitere Informationen zur Lage in Inden finden Sie hier>> 

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