c8f48e7c408a09a3390e7ee01fed10c9_w1170_h600_cp missio München - Regisseurin Weingartner wirft WHO Blockade von Malaria-Bekämpfung vor

Angesichts der Warnungen der Weltgesundheitsorganisation vor einer dramatisch steigenden Zahl an Malaria-Toten in Afrika fordert die österreichische Filmemacherin Katharina Weingartner die WHO auf, lokale Lösungsansätze rund um die Heilpflanze des Beifuß (Artemisia annua) im Kampf gegen die tödliche Infektionskrankheit endlich anzuerkennen und diese Arbeit nicht weiter zu blockieren. "Es gibt längst afrikanische Studien, die belegen, dass Artemisia gegen Malaria funktioniert. Aber es sind eben keine Studien aus dem globalen Norden", betont Weingartner.

In der neuesten Ausgabe des "missio magazin" des Internationalen Katholischen Hilfswerks missio München berichtet die Regisseurin und Journalistin nach der Premiere ihres Dokumentarfilms „Das Fieber“ von den Hindernissen, die die siebenjährige Produktionszeit auf vier Kontinenten begleitet haben. Unter anderem habe das Schweizer Fernsehen aus Sorge vor einer Klage des Pharmakonzerns Novartis, der Afrika mit dem Malaria-Medikament Coartem/Riamet beliefert, seine Förderung zurückgezogen. "Die Gesundheitspolitik der Welt wird über die WHO im Interesse westlicher Konzerne gelenkt", kritisiert Katharina Weingartner. Ein importiertes Medikament bringe Steuern für afrikanische Regierungen, die vielfach am westlichen Tropf hingen. Allerdings könnten sich dieses nur die wenigsten Betroffenen leisten. „Immer wird von Korruption in Afrika gesprochen. Aber die Seilschaften beginnen hier bei uns", betont Weingartner. "Koloniale Muster werden fortgeschrieben: Die afrikanische Perspektive gilt als unglaubwürdig. Malaria könnte besiegt werden, aber es gibt offensichtlich ein großes Interesse am Fortbestand dieser Krankheit."

Alle zwei Minuten stirbt ein Kind in Afrika an Malaria. Der Kampf gegen Covid-19 wirkte sich auch auf die Arbeit der örtlichen Gesundheitsdienste aus, wie missio-Partner berichteten. Durch die Lockdowns wendeten Familien ihr Einkommen für Nahrungsmittel auf statt für Medizin oder einen Krankenhausbesuch.  

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