0c8880470e8d5a289be895ad5bb765e7_w1170_h600_cp missio München - Frieden fördern

icon frieden foerdernUnsere Projektpartner setzen sich für Versöhnung und Frieden ein. In Regionen, in denen Ethnien verfeindet sind. In denen Extremisten die Menschen gegeneinander aufbringen und Christen um ihr Leben fürchten müssen. missio steht dafür, Grenzen zu überwinden. Aus dem eigenen Glauben heraus den fremden Glauben zu achten. Das Gemeinsame zu suchen Und dadurch eine Welt möglich zu machen, in der wir einander die Hand reichen.

 

Unser Beispielprojekt auf den Philippinen: Damit der interreligiöse Dialog gelingt

 

Projektbild Frieden fördern Marawi2Fünf Monate lang herrschte auf der philippinischen Insel Mindanao ein verheerender Krieg. Islamisten hatten im Mai 2017 die 200 000-Einwohner-Stadt Marawi in ihre Gewalt gebracht und 600 Christen als Geiseln genommen. Viele von ihnen wurden getötet. Nach der Befreiung der Stadt durch das philippinische Militär gleicht das Zentrum von Marawi heute noch immer einem Trümmerfeld.

Schon seit Jahrzehnten kämpfen im Süden der mehrheitlich katholisch geprägten Philippinen muslimische Separatisten für mehr Autonomie. Terrorgruppen, die dem Islamischen Staat (IS) nahe stehen, haben den Konflikt in den vergangenen Jahren zusätzlich befeuert. In Marawi eskalierte die Situation zwischen Extremisten und Regierungstruppen.

Um den Verzweifelten zu helfen gründete Marawis Bischof Edwin de la Peña gemeinsam mit Priesterkollegen noch während des Krieges die Hilfsorganisation Duyog Marawi. Das interreligiöse Dialogprojekt soll Frieden in die Region zurückbringen und dauerhaft erhalten. Ziel von Duyog Marawi, was so viel wie "Gemeinsam für Marawi" bedeutet, ist es, Christen und Muslime zu versöhnen, Vorurteile abzubauen und die Folgen des Krieges Hand in Hand aufzuarbeiten. Sie bieten den Menschen, die durch den Krieg alles verloren haben, medizinische und psychologische Hilfe und versorgen sie mit Lebensmitteln und allem Nötigsten.

 

Unser Beispielprojekt in Burkina Faso: Friedenskarawane für christlich-muslimischen Dialog

 

Frieden foerdern Dialog in Dori Joerg BoethlingBurkina Faso war bisher für das friedliche Zusammenleben von über 60 verschiedenen Ethnien und unterschiedlichen Religionen bekannt. Nicht selten gehören Familienmitglieder unterschiedlichen Religionen an. Gemischt-religiöse Heiraten sind nicht ungewöhnlich und auch auf hoher politischer und gesellschaftlicher Ebene arbeiten Vertreter unterschiedlichen Glaubens eng zusammen.

Durch den Einfluss radikaler Strömungen, insbesondere djihadistischer Gruppen, ist dieser Frieden aktuell gefährdet. Die Diözese Dori tritt dieser Entwicklung entschieden entgegen und leistet insbesondere durch die Trägerschaft der christlich-muslimischen „Union Fraternelle des Croyants“ – auch auf nationaler Ebene – einen wichtigen Beitrag zum interreligiösen Dialog.

Zu den konkreten Maßnahmen zählt die Einrichtung von Dialoggruppen, die rund 200 Menschen erreichen. Auch Workshops und Weiterbildungen zum Thema sowie die Organisation von Ortsgruppen sind Teil der Aktivitäten. Bei einer nationalen Podiumsdiskussion treffen regelmäßig religiöse Führungspersönlichkeiten aufeinander. Die Reichweite wird durch öffentliche Sensibilisierungsveranstaltungen für Toleranz und die Gestaltung von zwei Radiosendungen erhöht. Den Höhepunkt und zugleich das Flaggschiff bildet die 30-tägige Friedenskarawane, bei der 60 Jugendliche und zehn weitere Personen – medial begleitet – durch Burkina Faso, Niger und Mali reisen, um dort Treffen sowie Veranstaltungen zum Thema anbieten.

 

 

Unser Beispielprojekt in Indien: Toleranz und Verständnis an Schulen

 

Frieden foerdern Dialog in der Schule BiharIndien ist ein Land, in dem sich die Vielfalt der Welt- und Lebensanschauungen seit Jahrhunderten befruchten. In der Geschichte gab es jedoch immer wieder auch Spannungen. Die Religion wurde in diesen Phasen missbraucht, um Menschen gegeneinander aufzuhetzen oder Hass und Intoleranz gegen Minderheiten zu schüren.

Bereits seit 1994 engagieren sich daher die Jesuiten in Bodhgaya, im nordindischen Staat Bihar, wo sich eine der heiligsten Stätten des Buddhismus befindet, für gegenseitigen Respekt und ein friedliches, harmonisches Zusammenleben der Menschen. Mit ihren Programmen an 48 Schulen in der näheren Umgebung stellen sie sich gegen die gefährliche Entwicklung hin zu religiöser Intoleranz. Mit Hilfe verschiedener Maßnahmen schulen die Jesuiten Kinder, Jugendliche und ihre Eltern, Studenten und Lehrkräfte unterschiedlicher Religion im verständnisvollen Miteinander.

In dem 3-Jahresprogramm werden Seminare zur Charakterbildung und Meditationsprogramme in Schulen angeboten. Jugendliche können an einem Führungskräftetraining teilnehmen. Die Projektverantwortlichen veranstalten gemeinsame interreligiöse Feste, es gibt Sprach- und Theaterwettbewerbe zu Friedensthemen sowie Schulungen für Lehrer.

 

Bei den hier vorgestellten Projekten handelt es sich um ausgewählte Beispiele, die exemplarisch für unser Engagement in diesen Bereichen stehen. 

 

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Ihre Ansprechpartnerin:

Brodmann Katja

Katja Brodmann

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