Lebensgrundlagen schaffen – Unsere Beispielprojekte

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Ein bisschen Saatgut, ein paar Hühner oder eine eigene Nähmaschine sind oft der Anfang der Eigenständigkeit. Sie ermöglichen, das Leben selbst in die Hand zu nehmen, eine Zukunft aufzubauen und für andere sorgen zu können. So zum Beispiel in dem Ausbildungsbetrieb der Ordensgemeinschaft Fraternité des Servantes du Christ in der Diözese Maradi in Niger, an der Grenze zu Nigeria. Dort lernen Frauen wie sie Hirse, Erdnüsse, Bohnen, Moringa und Kohl anbauen und werden beim Kauf von Saatgut unterstützt, um künftig ihre eigenen Felder bewirtschaften zu können. 

missio München hilft dabei, sich selbst zu helfen. Im Kleinen wie im Großen. Von Mikrokrediten bis zur Existenzsicherung von Pfarreien.

 

Unser Beispielprojekt in Niger: Aufbau einer Gemüsefarm

Niger Gemüsefarm 7 2020Im westafrikanischen Niger in der Sahelzone kämpfen die Menschen vor allem gegen die Dürre im Land und den Terror islamistischer Truppen. Mangelernährung und Vitaminmangel sind vor allem bei den Kindern chronisch und die Sterblichkeitsrate ist hoch. 80 Prozent der Frauen in Niger können nicht lesen und schreiben.

Was unsere Projektpartner tun:

In der Diözese Maradi, an der Grenze zu Nigeria, unterstützen 33 Schwestern der einheimischen Ordensgemeinschaft Fraternité des Servantes du Christ die Bemühungen der katholischen Kirche, die Lebensbedingungen der Menschen vor Ort zu verbessern. Sie kümmern sich dabei besonders um die Gesundheit und Entwicklung von Mädchen und Frauen. Ihre Arbeit wird von der überwiegend muslimischen Bevölkerung positiv aufgenommen. Seit 2006 haben die Schwestern unter Leitung von Schwester Marie-Catherine Kingbo ein Ernährungszentrum, einen Kindergarten sowie eine Grundschule errichtet. Insgesamt 300 Kinder, Muslime und Christen, werden dort gemeinsam unterrichtet. Im ländlichen Umfeld, wo die Armut am gravierendsten ist, ermutigen die Schwestern die Frauen, sich mithilfe von Mikrokrediten wirtschaftlich auf eigene Füße zu stellen.

Wie Sie helfen können:

In der Gemeinde Saé Saboua, im Zentrum der Region Maradi, möchte die Ordensgemeinschaft einen weiteren Beitrag zur Verbesserung der Lebenssituation der Frauen und ihrer Familie leisten. Die Schwestern haben ein 4.131 Quadratmeter großes brachliegendes Grundstück erworben und planen dort den Aufbau eines Ausbildungsbetriebes für Gemüseanbau. 200 Frauen sollen lernen, wie sie Hirse, Erdnüsse, Bohnen, Moringa, Kartoffeln, Kohl und Zwiebeln anbauen. Je nach Gemüseart wird während der Trocken- oder Regenzeit gepflanzt, so dass die Felder ganzjährig Erträge einbringen. Die Frauen werden in der ökologischen Bewirtschaftung geschult, so dass sie künftig in der Lage sind, ihre Felder eigenständig zu bestellen und ihre Familien zu ernähren.

Niger Gemüsefarm pdf

pdfWeitere Informationen zum Projekt in Niger

 

 

 

Unser Beispielprojekt in Ägypten: Berufliche Bildung von Frauen

 

Ägypten Breadwinner 7 2020Die koptisch-katholische Kirche in Ägypthen zählt rund 200.000 Gläubige. Sie steht unter der Leitung von Patriarch Ibrahim Isaac Sedrak und spielt durch ihre Schulen und Krankenhäuser eine wichtige Rolle in dem nordafrikanischen Land. Mehrheitlich leben die Christen in den Dörfern und Städten Oberägyptens. Ihr Leben ist von Armut, Mangel an Bildung und öffentlicher Daseinsvorsorge, Krankheit und Tod gezeichnet. Schätzungen unserer Projektpartner zufolge sichern in 30 Prozent aller Familien die Frauen als Alleinverdienerinnen, als sogenannte Breadwinner,  den Lebensunterhalt. Gründe dafür sind oft Arbeitslosigkeit, unregelmäßige Arbeit oder Krankheit der Ehemänner. Es gibt zudem viele verwitwete oder geschiedene, alleinerziehende Frauen.

Seit einigen Jahren bietet die Patriarchaldiözese in den Städten/Stadtteilen El Khsousouss; El Mokattam und Ezbet El Nakhl Programme zur beruflichen Bildung von Frauen an. Durch die Ausbildung wird das Selbstvertrauen der Frauen gestärkt, sie können ihr eigenes Geld verdienen und werden in die Lage versetzt, eigene Entscheidungen zu treffen und eigenständig zu handeln. Die größere materielle Sicherheit wirkt sich positiv auf das Familienleben und die Entwicklungschancen der Kinder aus.

Zur Fortsetzung der Ausbildungsprogramme hat die Diözese missio München um Hilfe gebeten. Insgesamt werden 180 Frauen im Alter von 20 bis 40 Jahren gefördert - berücksichtigt werden insbesondere Alleinerziehende und Frauen, die einen kranken oder arbeitslosen Ehemann haben. Angeboten werden ein siebenmonatiger Alphabetisierungskurs, Bewusstseinsbildung und die Sensibilisierung für Themen wie Umgang mit psychischen Krankheiten, Gewalt in der Familie und gute Kommunikation zur Vermeidung von Gewalt sowie berufliche Bildung wie Näh-, Frisör-, Kosmetik- und Rhetorikkurse. Die erfolgreichsten Absolventinnen der berufsbildenden Kurse erhalten einen Zuschuss als Starthilfe für den Aufbau eines eigenen Betriebs.

Das Projekt wird aus Mitteln der Erzdiözese München und Freising finanziert.

 

 

Unser Beispielprojekt in Uganda: "Bake for life"-Bäckerei

 

Uganda Bäckerei Bake for life 7 2020Die Kongregation der Little Sisters of St. Francis ist in Uganda, Kenia und Tansania tätig. Dort leisten mittlerweile 774 Schwestern Bildungs-, Gesundheits- und Sozialarbeit. Sie sorgen für Straßen- und Waisenkinder, Schulabbrecher, Menschen mit geistiger und körperlicher Behinderung sowie alleinerziehende Mütter. In der Stadt Soroti, dem wirtschaftlichen und administrativen Zentrum des gleichnamigen Distrikts im Osten Ugandas, sind fünf Schwestern in verschiedenen sozialen Einrichtungen der Glaubensgemeinschaft tätig.

Was unsere Projektpartner tun:

Unter dem Namen "Bake for Life", also Backen fürs Leben, gründete die Schwesterngemeinschaft sechs Bäckereien in Uganda und Kenia. Die Bäckereien bieten Ausbildungs- und Arbeitsplätze für benachteiligte Männer und Frauen. Menschen mit Behinderung, alleinerziehende Mütter, Schulabbrecher und Eltern von Kindern mit Behinderung werden dort zu qualifizierten Fachkräften im Bäckerhandwerk ausgebildet. Nach Abschluss der Ausbildung werden sie entweder in einer der "Bake for Life"-Bäckereien beschäftigt oder haben gute Chancen, in anderen Bäckereien eine Anstellung zu finden. Darüber hinaus schaffen die Schwestern mit dem Verkauf der Backwaren eine Einkommensquelle für ihre Glaubensgemeinschaft.

Wie Sie helfen können:

Die Bäckerei in Soroti ist dringend renovierungsbedürftig. Der Backofen ist veraltet und das Bäckereigebäude in einem sehr schlechten Zustand. Die Wände sind rissig, das Dach saniersbedürftig und die Wasserleitungen marode. Um eine Produktion der Backwaren unter hygienischen Bedingungen gewährleisten zu können und letztlich die Schließung der Bäckerei zu verhindern, haben die Schwestern um finanzielle Hilfe gebeten. Mit Ihrer Spende ermöglichen Sie, dass die 28 MitarbeiterInnen in Soroti ihren Arbeitsplatz behalten können und schenken ihnen so eine gute Lebensperspektive.

Uganda Bäckerei pdf

 pdfWeitere Informationen zum Projekt in Uganda

 

 

 

Bei den hier vorgestellten Projekten handelt es sich um ausgewählte Beispiele, die exemplarisch für unser Engagement in diesen Bereichen stehen.

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Ihre Ansprechpartnerin:

Brodmann Katja

Katja Brodmann

Koordination Förderprojekte

+49 (0)89 51 62-319 Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

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