002474b4867136882de8fa8fd23a7596_w1170_h600_cp missio München - Bildung ermöglichen

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Durch Bildung und Ausbildung einen Ausweg aus der Armut zu bieten ist ein Kernanliegen von missio München. Bildung schafft Perspektiven und entzieht den Nährboden für Gewalt und Terror. Ob für Kinder, Frauen oder Flüchtlinge – eine solide Schul- oder Berufsausbildung ermöglicht ein selbstbestimmtes, würdevolles Leben. Auch kirchliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter brauchen eine fundierte Ausbildung für ihren Dienst in der Gemeinschaft. Ihr Engagement, ihr Mut und ihr Einsatz geben unzähligen anderen Menschen Hoffnung und Zukunft. Wie zum Beispiel jungen Frauen ohne Schulbildung im Ausbildungszentrum Claire Amitié in der Diözese Thiès im Senegal. Dort können die Mädchen, die oft aus schwierigen Verhältnissen kommen, zur Schule gehen oder ein Handwerk erlernen. Viele junge Frauen konnten sich in den vergangenen Jahren dank der Hilfe unserer SpenderInnen beruflich qualifizieren und eine Anstellung finden.
Bildung ermöglichen und so den Menschen die Chance auf eine bessere Zukunft geben, dafür setzen wir uns ein.

 

In Kenia: Perspektiven für Opfer von Menschenhandel

Beispielprojekt Bildung ermöglichen Kenia MenschenhandelDie Grenzdiözese Ngong liegt unweit der Erzdiözese Nairobi im Süden Kenias. Hier, an der Grenze zu Tansania werden besonders viele Kinder für Zwangsarbeit der Masaai missbraucht, aber auch Männer und Frauen werden Opfer von Menschenhandel. Sie werden sexuell ausgebeutet, zu Organspende gezwungen, zum Betteln geschickt, zu Kindersoldaten gemacht oder – noch minderjährig – verheiratet. In Kenia bietet die Regierung keine Unterbringungsmöglichkeiten zum Schutz der Betroffenen und wenn, dann nur für einen kurzen Zeitraum.

Was unsere Projektpartner tun:

Die Nichtregierungsorganisation "Awareness Against Human Trafficking" (HAART) schafft hier Abhilfe, indem sie Gefährdete nach kenianischer und internationaler Definition identifiziert. Rund 100 Personen werden individuell beraten und langfristig Schutzräume für etwa 30 junge Mädchen unter 18 Jahren zur Verfügung gestellt. In diesem einfühlsamen Umfeld werden die Betroffenen untergebracht und anhand eines "case plan" im täglichen Leben begleitet. Sie erhalten dort medizinische Fürsorge, rechtliche Unterstützung und finanzielle Mittel für die Schulbildung.

Wie Sie helfen können:

Insbesondere der Zugang zu Bildung erschließt den Mädchen eine bessere Zukunft. Durch therapeutische Einzel- und Gruppensitzungen können die Opfer ihr Trauma langsam überwinden. Trainings sollen helfen, Mechanismen des Menschenhandels zu erkennen. Für die Reintegration der Opfer in ihre Gemeinden erarbeitet HAART mit den jeweiligen Diözesen, Pfarreien und Kleinen Christlichen Gemeinden Strukturen, um den jungen Mädchen die Rückkehr in ihre Familien zu ermöglichen und diese für das Thema Menschenhandel zu sensibilisieren. Um den Erfolg der Bemühungen zu sichern, werden die Betroffenen bis zu 1,5 Jahren danach noch von HAART betreut.

Um diese wichtige Arbeit leisten zu können, müssen neben den Personalkosten, Trainings und Verpflegung auch laufende Posten wie Strom, Wasser und Miete bezahlt werden. Das Projekt wird aus Mitteln der Erzdiözese München-Freising finanziert. HAART trägt als Eigenleistung zu den Basis- sowie den laufenden Kosten bei.

Für ihr Engagement und ihren Einsatz wurde HAART-Vorstandsmitglied Sophie Otiende aktuell vom Außenministerium der Vereinigten Staaten der Trafficking In Persons Report Hero Award 2020 verliehen – die höchste Auszeichnung des Ministeriums für den Kampf gegen Menschenhandel.

 

In Indien: Schulbildung für Mädchen ärmerer Schichten

Bildung ermoeglichen Indien Carmel Convent SchoolDie Carmel Convent School wurde 1957 von den einheimischen Karmel-Schwestern in Neu Delhi gegründet und ist inzwischen in ganz Indien für ihr ausgezeichnetes Bildungsniveau bekannt. Die Bildung ist auf die ganzheitliche Entwicklung der Person ausgerichtet. Dabei steht besonders die Vermittlung christlicher Werte im Vordergrund. Die Schülerinnen der Carmel-Convent School werden zu verantwortungsvollen Bürgern des Landes erzogen, die bereit sind, ihren Platz im sozialen, politischen und kulturellen Leben einzunehmen.

Was unsere Projektpartner tun:

Von Anfang an war die Schule bestrebt, auch Kinder aus sehr bedürftigen wirtschaftlichen Verhältnissen aufzunehmen, deren Familien sich die Schulgebühren niemals leisten könnten. Von den insgesamt 1.700 Schülerinnen finanzieren die Schwestern jährlich 130 Mädchen aus sehr armen Verhältnissen den Schulbesuch. Darunter sind Mädchen, die als Müllsammlerinnen zum Lebensunterhalt der Familie beitragen mussten so wie Kinder von Tagelöhnern. An der Carmel Convent School werden sie gemeinsam mit Kindern aus wohlhabenden Familien unterrichtet. Die Schwestern legen großen Wert auf einen wertschätzenden Umgang der Schülerinnen und eine gute Schulgemeinschaft, in der jeder, unabhängig von der Herkunft, seinen Platz findet. Die Begegnungen sind für alle Seiten bereichernd und fördern die Toleranz und das Verständnis füreinander.

Wie Sie helfen können:

Mit Hilfe von Spenden konnte im vergangenen Schuljahr 10 Mädchen die Ausbildung an der Carmel Convent School ermöglicht werden. Wie z. B. Kajol: ihre Familie lebt in den Slums von Neu-Delhi. Als sie in der 6. Klasse an die Carmel Convent School kam konnte sie kaum lesen oder schreiben. Inzwischen ist sie in der 12. Klasse und eine sehr gute Schülerin. Oder Tina, deren Mutter die Familie verlassen hat. Der Vater ist drogenabhängig und kümmerte sich nicht um sie. Der Besuch einer Schule wäre für Mädchen wie Kajol und Tina ohne die Unterstützung der Karmel- Schwestern nie möglich gewesen. Die Mädchen sind sich der einmaligen Chance, die sie mit dieser Ausbildung erhalten, bewusst und entsprechend motiviert.
pdfAusführliche Informationen zum Projekt in Indien

 

In Tansania: Ausbildung von Neupriestern

Bildung ermöglichen Priesterausbildung TansaniaEine der Herausforderungen in der Diözese Kigoma im Westen von Tansania ist die Ausbildung von jungen Männern zu Priestern. 65 Priester sind derzeit auf einer Fläche halb so groß wie Bayern tätig – zu wenige, um die Pastoralarbeit zu bewältigen. So können Sakramente nicht gespendet werden und die Gläubigen müssen weite Wege auf sich nehmen, um einen Gottesdienst zu besuchen. Eheschließungen, Taufen und Beichten müssen in den Außenstationen aufgeschoben werden, bis der Pfarrer das nächste Mal kommt. Einige der Priester sind zudem für  Schulen und andere katholischen Einrichtungen zuständig.

Was unsere Projektpartner tun:

Dieses Jahr will die Diözese daher 68 junge Männer ausbilden, um sicherzustellen, dass die Kirche auch künftig für alle Gemeindemitglieder offen steht und um die pastorale und seelsorgerische Betreuung der Bevölkerung zu gewährleisten. Ein dichteres Pfarreinetz würde den Pfarrern die oft beschwerlichen Wege in abgelegene Gemeinden ersparen.

Wie Sie helfen können:

Die Kosten für die Ausbildung ist für die Diözese jedoch eine große finanzielle Belastung, zumal der Aufwand pro Student in den vergangenen Jahren um fast das Doppelte gestiegen ist. Aus diesem Grund unterstützt missio München die Diözese dabei, die Studiengeführen der Seminaristen sowie die laufenden Kosten wie medizinische Versorgung, Lernmaterial und Fahrtkosten aufzubringen. So können die künftigen Priester ihre Aufgaben angemessen erfüllen, damit die Türen der Kirche in Tansania weiterhin – im wörtlichen wie im übertragenen Sinn – für die Menschen offen stehen.

 

Weitere aktuelle Projekte im Überblick:

 

 

Bei den hier vorgestellten Projekten handelt es sich um ausgewählte Beispiele, die exemplarisch für unser Engagement in diesen Bereichen stehen.

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Ihre Ansprechpartnerin:

Brodmann Katja

Katja Brodmann

Koordination Förderprojekte

+49 (0)89 51 62-319 Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

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