6df6580c0ea64d2ce80e7bf349614e8e_w1170_h600_cp missio München - Bildung ermöglichen

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Durch Bildung und Ausbildung einen Ausweg aus der Armut zu bieten ist ein Kernanliegen von missio München. Bildung schafft Perspektiven und entzieht den Nährboden für Gewalt und Terror. Ob für Kinder, Frauen oder Flüchtlinge – eine solide Schul- oder Berufsausbildung ermöglicht ein selbstbestimmtes, würdevolles Leben. Auch kirchliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter brauchen eine fundierte Ausbildung für ihren Dienst in der Gemeinschaft. Ihr Engagement, ihr Mut und ihr Einsatz geben unzähligen anderen Menschen Hoffnung und Zukunft. Wie zum Beispiel den Straßenkindern im Heim Jipe Moyo in Musoma, Tansania. Dort bieten die Schwestern vom Unbefleckten Herzens Mariens jährlich mehr als 80 schutzsuchenden Kindern und Jugendlichen, die von zuhause vor Gewalt und Ausbeutung geflohen sind, die Möglichkeit, die Schule zu besuchen oder eine handwerkliche Ausbildung zu absolvieren.
Bildung ermöglichen und so den Menschen die Chance auf eine bessere Zukunft geben, dafür setzen wir uns ein.

 

In Kenia: Perspektiven für Opfer von Menschenhandel

Beispielprojekt Bildung ermöglichen Kenia MenschenhandelDie Grenzdiözese Ngong liegt unweit der Erzdiözese Nairobi im Süden Kenias. Hier, an der Grenze zu Tansania werden besonders viele Kinder für Zwangsarbeit der Masaai missbraucht, aber auch Männer und Frauen werden Opfer von Menschenhandel. Sie werden sexuell ausgebeutet, zu Organspende gezwungen, zum Betteln geschickt, zu Kindersoldaten gemacht oder – noch minderjährig – verheiratet. In Kenia bietet die Regierung keine Unterbringungsmöglichkeiten zum Schutz der Betroffenen und wenn, dann nur für einen kurzen Zeitraum.

Die Nichtregierungsorganisation "Awareness Against Human Trafficking" (HAART) schafft hier Abhilfe, indem sie Gefährdete nach kenianischer und internationaler Definition identifiziert. Rund 100 Personen werden individuell beraten und langfristig Schutzräume für etwa 30 junge Mädchen unter 18 Jahren zur Verfügung gestellt. In diesem einfühlsamen Umfeld werden die Betroffenen untergebracht und anhand eines "case plan" im täglichen Leben begleitet. Sie erhalten dort medizinische Fürsorge, rechtliche Unterstützung und finanzielle Mittel für die Schulbildung.

Insbesondere der Zugang zu Bildung erschließt den Mädchen eine bessere Zukunft. Durch therapeutische Einzel- und Gruppensitzungen können die Opfer ihr Trauma langsam überwinden. Trainings sollen helfen, Mechanismen des Menschenhandels zu erkennen. Für die Reintegration der Opfer in ihre Gemeinden erarbeitet HAART mit den jeweiligen Diözesen, Pfarreien und Kleinen Christlichen Gemeinden Strukturen, um den jungen Mädchen die Rückkehr in ihre Familien zu ermöglichen und diese für das Thema Menschenhandel zu sensibilisieren. Um den Erfolg der Bemühungen zu sichern, werden die Betroffenen bis zu 1,5 Jahren danach noch von HAART betreut.

Um diese wichtige Arbeit leisten zu können, müssen neben den Personalkosten, Trainings und Verpflegung auch laufende Posten wie Strom, Wasser und Miete bezahlt werden. Das Projekt wird aus Mitteln der Erzdiözese München-Freising finanziert. HAART trägt als Eigenleistung zu den Basis- sowie den laufenden Kosten bei.

Für ihr Engagement und ihren Einsatz wurde HAART-Vorstandsmitglied Sophie Otiende aktuell vom Außenministerium der Vereinigten Staaten der Trafficking In Persons Report Hero Award 2020 verliehen – die höchste Auszeichnung des Ministeriums für den Kampf gegen Menschenhandel.

 

In Tansania: Ausbildung von Neupriestern

Bildung ermöglichen Priesterausbildung TansaniaEine der Herausforderungen in der Diözese Kigoma im Westen von Tansania ist die Ausbildung von jungen Männern zu Priestern. 65 Priester sind derzeit auf einer Fläche halb so groß wie Bayern tätig – zu wenige, um die Pastoralarbeit zu bewältigen. So können Sakramente nicht gespendet werden und die Gläubigen müssen weite Wege auf sich nehmen, um einen Gottesdienst zu besuchen. Eheschließungen, Taufen und Beichten müssen in den Außenstationen aufgeschoben werden, bis der Pfarrer das nächste Mal kommt. Einige der Priester sind zudem für  Schulen und andere katholischen Einrichtungen zuständig.

Dieses Jahr will die Diözese daher 68 junge Männer ausbilden, um sicherzustellen, dass die Kirche auch künftig für alle Gemeindemitglieder offen steht und um die pastorale und seelsorgerische Betreuung der Bevölkerung zu gewährleisten. Ein dichteres Pfarreinetz würde den Pfarrern die oft beschwerlichen Wege in abgelegene Gemeinden ersparen.

Die Kosten für die Ausbildung ist für die Diözese jedoch eine große finanzielle Belastung, zumal der Aufwand pro Student in den vergangenen Jahren um fast das Doppelte gestiegen ist. Aus diesem Grund unterstützt missio München die Diözese dabei, die Studiengeführen der Seminaristen sowie die laufenden Kosten wie medizinische Versorgung, Lernmaterial und Fahrtkosten aufzubringen. So können die künftigen Priester ihre Aufgaben angemessen erfüllen, damit die Türen der Kirche in Tansania weiterhin – im wörtlichen wie im übertragenen Sinn – für die Menschen offen stehen.

 

In Simbabwe: Anschaffung einer Mehrkopf-Stickmaschine

Simbabwe Stickmaschine Näherei 7 2020Die Schwestern der diözesanen Kongregation Servants of Mary the Queen haben im Jahr 2005 ein Nähausbildungszentrum in Bulawayo gegründet. Junge Schwestern und bislang zwei angestellte Frauen fertigen liturgische Gewänder, Kleidungsstücke, Uniformen und religiöse Amtstrachten an. Ziel des Projektes ist die Ausbildung der Schwestern in der Näherei, damit sie durch den Verkauf der genähten Kleidung zur Einkommenssicherung der Ordensgemeinschaft beitragen. Aber auch den angestellten Frauen bietet das Nähzentrum eine qualifizierte Ausbildung und eine gut bezahlte Arbeit, die es ihnen ermöglicht, zum Lebensunterhalt ihrer Familien beizutragen. Derzeit gibt es im Zentrum vier kleine elektrische Nähmaschinen, eine Hochleistungs- und Overlockmaschine, eine kleine Overlockmaschine sowie eine kleine Stickmaschine. Größere Aufträge noch gegen Bezahlung außer Haus gegeben werden.

Was unsere Projektpartner tun:

Damit die Ordensgemeinschaft künftig Großaufträge selbst bearbeiten und Stickarbeiten effektiv und effizient erledigen kann, möchten die Schwestern eine leistungsfähigere Stickmaschine anschaffen. Mit der gewählten Maschine könnten acht Kleidungsstücke gleichzeitig und mehrfarbig innerhalb von zwei Stunden bestickt werden. Schwester Victoria Barbra, die Initiatorin des Nähausbildungsprojektes, leitet die zweimonatige Einarbeitung an der Hochleistungs-Stickmaschine sowie ein sechsmonatiges Training für die Ordensschwestern und Angestellten. Neben den bisher zwei Beschäftigten sollen weitere zwei Frauen angestellt und an der Maschine ausgebildet werden.

Wie Sie helfen können:

Die lokale Kongregation hat keine Verbindungen zum Ausland und erhält daher keinerlei finanzielle Unterstützung über eine Missionsprokur. Zur Sicherung ihres Lebensunterhaltes ist die Gemeinschaft auf die Verkaufserlöse aus dem Nähzentrum angewiesen. Mit der Anschaffung der neuen Stickmaschine können Produktion und Verkauf der gefertigten Kleidung wesentlich gesteigert werden. Mit Ihrer Spende ermöglichen Sie, dass die Schwestern und angestellten Frauen einen wichtigen Beitrag zur Existenzsicherung ihrer Gemeinschaft und ihrer Familien leisten können.

pdfWeitere Informationen zum Projekt in SimbabweSimabwe Stickmaschinen pdf

 

 

 

Unsere Projekte im Überblick:

 

 

 

Die Projekte stehen exemplarisch für unser Engagement. 

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Ihre Ansprechpartnerin:

Brodmann Katja

Katja Brodmann

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