6df6580c0ea64d2ce80e7bf349614e8e_w1170_h600_cp missio München - Bildung ermöglichen

icon buildung ermoeglichenDurch Bildung und Ausbildung einen Ausweg aus der Armut zu bieten ist ein Kernanliegen von missio. Bildung schafft Perspektiven und entzieht den Nährboden für Gewalt und Terror. Auch kirchliche Mitarbeiter brauchen eine fundierte Ausbildung für ihren Dienst in der Gemeinschaft. missio bildet Katechisten aus und fördert Ordensfrauen, Priester sowie engagierte Christen in den ärmsten Regionen der Welt. Ihr Engagement, ihr Mut und ihr Einsatz geben unzähligen anderen Menschen Hoffnung und Zukunft.

 

Unser Beispielprojekt in Kenia: Perspektiven für Opfer von Menschenhandel

 

Beispielprojekt Bildung ermöglichen Kenia MenschenhandelDie Grenzdiözese Ngong liegt unweit der Erzdiözese Nairobi im Süden Kenias. Hier, an der Grenze zu Tansania werden besonders viele Kinder für Zwangsarbeit der Masaai missbraucht, aber auch Männer und Frauen werden Opfer von Menschenhandel. Sie werden sexuell ausgebeutet, zu Organspende gezwungen, zum Betteln geschickt, zu Kindersoldaten gemacht oder – noch minderjährig – verheiratet. In Kenia bietet die Regierung keine Unterbringungsmöglichkeiten zum Schutz der Betroffenen und wenn, dann nur für einen kurzen Zeitraum.

Die Nichtregierungsorganisation "Awareness Against Human Trafficking" (HAART) schafft hier Abhilfe, indem sie Gefährdete nach kenianischer und internationaler Definition identifiziert. Rund 100 Personen werden individuell beraten und langfristig Schutzräume für etwa 30 junge Mädchen unter 18 Jahren zu Verfügung gestellt. In diesem einfühlsamen Umfeld werden die Betroffenen untergebracht und anhand eines "case plan" im täglichen Leben begleitet. Sie erhalten dort medizinische Fürsorge, rechtliche Unterstützung und finanzielle Mittel für die Schulbildung.

Insbesondere der Zugang zu Bildung erschließt den Mädchen eine bessere Zukunft. Durch therapeutische Einzel- und Gruppensitzungen können die Opfer ihr Trauma langsam überwinden. Trainings sollen helfen, Mechanismen des Menschenhandels zu erkennen. Für die Reintegration der Opfer in ihre Gemeinden erarbeitet HAART mit den jeweiligen Diözesen, Pfarreien und Kleinen Christlichen Gemeinden Strukturen, um den jungen Mädchen die Rückkehr in ihre Familien zu ermöglichen und diese für das Thema Menschenhandel zu sensibilisieren. Um den Erfolg der Bemühungen zu sichern, werden die Betroffenen bis zu 1,5 Jahren danach noch von HAART betreut.

Um diese wichtige Arbeit leisten zu können, müssen neben den Personalkosten, Trainings und Verpflegung auch laufende Posten wie Strom, Wasser und Miete bezahlt werden. Das Projekt wird aus Mitteln der Erzdiözese München-Freising finanziert. HAART trägt als Eigenleistung zu den Basis- sowie den laufenden Kosten bei.

 

Unser Beispielprojekt in Tansania: Ausbildung von Neupriestern

 

Bildung ermöglichen Priesterausbildung TansaniaEine der Herausforderungen in der Diözese Kigoma im Westen von Tansania ist die Ausbildung von jungen Männern zu Priestern. 65 Priester sind derzeit auf einer Fläche halb so groß wie Bayern tätig – zu wenige, um die Pastoralarbeit zu bewältigen. So können Sakramente nicht gespendet werden und die Gläubigen müssen weite Wege auf sich nehmen, um einen Gottesdienst zu besuchen. Eheschließungen, Taufen und Beichten müssen in den Außenstationen aufgeschoben werden, bis der Pfarrer das nächste Mal kommt. Einige der Priester sind zudem für  Schulen und andere katholischen Einrichtungen zuständig.

Dieses Jahr will die Diözese daher 68 junge Männer ausbilden, um sicherzustellen, dass die Kirche auch künftig für alle Gemeindemitglieder offen steht und um die pastorale und seelsorgerische Betreuung der Bevölkerung zu gewährleisten. Ein dichteres Pfarreinetz würde den Pfarrern die oft beschwerlichen Wege in abgelegene Gemeinden ersparen.

Die Kosten für die Ausbildung ist für die Diözese jedoch eine große finanzielle Belastung, zumal der Aufwand pro Student in den vergangenen Jahren um fast das Doppelte gestiegen ist. Aus diesem Grund unterstützt missio München die Diözese dabei, die Studiengeführen der Seminaristen sowie die laufenden Kosten wie medizinische Versorgung, Lernmaterial und Fahrtkosten aufzubringen. So können die künftigen Priester ihre Aufgaben angemessen erfüllen, damit die Türen der Kirche in Tansania weiterhin – im wörtlichen wie im übertragenen Sinn – für die Menschen offen stehen.

 

Unser Beispielprojekt in Benin: Engagierte Schwestern leisten Dienst am Nächsten

 

Bildung ermöglichen Benin SchwesternausbildungDie einheimische Kongregation der "Kleinen Schwestern, Dienerinnen der Armen" sind in allen Diözesen Benins vertreten und leisten in verschiedenen Bereichen Dienst am Nächsten: Sie betreiben Krankenstationen, auch in abgelegenen Gebieten, und behandeln selbst die Ärmsten. Insbesondere Frauen profitieren von Aufklärung über Hygienemaßnahmen, Kinderpflege und Geburtenregelung. in ihren Heimen kümmern sie sich hingebungsvoll um Waisen und behinderte Kinder. Mädchen, die vor Zwangsheirat fliehen, finden hier ebenfalls Schutz und Zuflucht.

Damit die Schwestern qualifizierte Arbeit leisten können, benötigen sie eine fundierte Ausbildung. Im Ausbildungsjahr 2019/20 besuchen 30 Schwestern Kurse an Universitäten oder anerkannten Instituten. Die Ordensgemeinschaft verfügt somit auch künftig über kompetentes Personal, das wertvolle Dienste für die Bevölkerung leisten kann, und erschließt sich dadurch eine Einkommensquelle.

Allerdings ist die Gemeinschaft nicht in der Lage, die Kosten dafür allein zu stemmen. missio München unterstützt die Kongregation bereits seit vielen Jahren. Derzeit übernimmt das Hilfswerk die Aufwendungen für 18 Schwestern. Darin enthalten sind Studien- und Ausbildungsgebühren, Unterkunft und Verpflegung, Studienmaterial, Bücher, Laptops und Fahrtkosten. Dank Ihrer Spenden können die Schwestern vielen Menschen, die sonst keinen Zugang zu Gesundheitsversorgung und Bildung haben, in Notlagen zur Seite stehen. Ihre Fürsorge ist für die Betroffenen von großer Bedeutung.

 

Bei den hier vorgestellten Projekten handelt es sich um ausgewählte Beispiele, die exemplarisch für unser Engagement in diesen Bereichen stehen. 

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Ihre Ansprechpartnerin:

Brodmann Katja

Katja Brodmann

+49 (0)89 51 62-319 Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

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