Der Friedensnobelpreis 2018 geht an Denis Mukwege aus dem Kongo und die Jesidin Nadia Murad. Foto: picture alliance/AP Photo

Die Vergabe des Friedensnobelpreises 2018 an die Jesidin Nadia Murad und an den Frauenarzt Denis Mukwege aus dem Kongo ist für missio München ein wichtiges Zeichen der Solidarität mit den Opfern von Krieg und Gewalt im Kongo sowie der Stärkung der religiösen Minderheiten im Nahen Osten.

Feierlicher Höhepunkt des Monats der Weltmission ist der Sonntag der Weltmission am 28. Oktober.

Mit einem feierlichen Gottesdienst entsendet missio München am Mittwoch (10. Oktober, 10.30 Uhr) in Schloss Fürstenried (Forst-Kasten-Allee 103, 81475 München) seine Gäste aus Äthiopien in die bayerischen Diözesen und ins Bistum Speyer. Das Internationale Katholische Missionswerk blickt in seinen Aktionen im diesjährigen Monat der Weltmission auf das ostafrikanische Land Äthiopien, wo sich missio-Projektpartner für ein friedliches Miteinander der Volksgruppen und Religionen, für Bildung und Ausbildung sowie für medizinische Versorgung einsetzen.

Die beiden Bischöfe aus Simbabwe, Rudolf Nyandoro (links) und Raymond Mupandasekwa (rechts), zu Gast bei missio München.

Fast ein Jahr nach dem Machtwechsel in Simbabwe hoffen die katholischen Bischöfe auf erfolgreiche Reformen durch die neue Regierung – sie warnen aber auch vor einem Ausverkauf des Landes. Einerseits sei man sehr zuversichtlich, betonte der katholische Bischof der Diözese Chinhoyi, Raymond Mupandasekwa, während eines Besuchs bei missio München. "Der neue Präsident Emmerson Mnangagwa hat sein Kabinett mit guten Leuten besetzt. Sie kommen aus allen Altersstufen, aus verschiedenen Schichten, es sind auch Experten aus der Wirtschaft mit dabei." Gleichzeitig gebe es aber auch Grund zur Skepsis. "Große Sorge macht uns die Tatsache, dass China unser wichtigster Wirtschaftspartner geworden ist."

Vier Wochen lang begleiten missio-Praktikanten als "Schutzengel" die Gäste zum Weltmissionsmonat aus Äthiopien.

Das ostafrikanische Land Äthiopien steht in diesem Jahr im Mittelpunkt der größten Solidaritätsaktion der Katholiken weltweit, dem Monat der Weltmission. Traditionell werden bei missio München die Gäste aus dem Partnerland, die rund um den Sonntag der Weltmission (28. Oktober) die missio-Aktionen in Bayern und im Bistum Speyer gestalten, von Praktikanten begleitet. Gemeinsam mit ihren "Schutzengeln" berichten unsere Projektpartner aus Äthiopien auch in diesem Jahr bei Veranstaltungen und Vorträgen über die Situation der Menschen in ihrer Heimat.

Kirche in China

"Das Abkommen, das der Heilige Stuhl am vergangenen Samstag mit der chinesischen Staatsregierung abgeschlossen hat, ist nur ein Auftakt. Nun gehen die Verhandlungen mit China erst los. Die Bischöfe der Untergrundkirche und die Gläubigen mit an den Tisch zu holen, wird dabei entscheidend sein", wertet Monsignore Wolfgang Huber, missio-Präsident und Vorsitzender des China-Zentrums, die Vereinbarung zwischen dem Vatikan und dem kommunistischen Regime.

Schwester Meskel Kelta behandelt in der Gesundheitsstation Taza in Äthiopien den kleinen Makitu. Im Hintergrund seine Großmuttter Alima. Foto: Jörg Böthling

Als der kleine Makitu ins "Taza Catholic Health Center“" im Süden Äthiopiens kam, war er so schwer mangelernährt, dass er kaum noch am Leben war. Makitus Bauch war aufgebläht, seine Ärmchen waren dünn. Zudem war sein Körper von Brandmalen übersät, die von glühenden Stöcken stammten. Gemäß uralter traditioneller Heilmethoden hatte Makitus Familie versucht, das geschwächte Kind damit zu heilen. Makitus Großmutter Alima brachte ihren Enkel schließlich in letzter Minute ins drei Stunden entfernte Gesundheitszentrum in Taza, das von der missio-Projektpartnerin Schwester Meskel Kelta geleitet wird.

Auf der Facebook-Seite von missio München präsentiert das Hilfswerk in einem Countdown seine diesjährigen Gäste aus Äthiopien.

Die Vorbereitungen zum diesjährigen Monat der Weltmission laufen auf Hochtouren. Knapp vier Wochen lang hat missio München im Oktober Projektpartner aus dem diesjährigen Schwerpunktland Äthiopien zu Gast. In den bayerischen Diözesen sowie im Bistum Speyer werden sie bei Veranstaltungen und Vorträgen über die Situation der Christen in ihrer Heimat berichten. Auf der Facebook-Seite von missio München stellen wir in einem Countdown alle Gäste in einem kurzen YouTube-Video vor.

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Er berichtet seit 20 Jahren aus China, zunächst für das "Wall Street Journal" und heute vor allem für die "New York Times". Eines seiner Spezialgebiete ist die Rolle der Religionen im kommunistischen "Reich der Mitte". Im Interview mit missio-magazin-Redakteur Christian Selbherr erklärt Ian Johnson, warum die Zahl der Gläubigen in China so rasant gestiegen ist und was er von den jüngsten diplomatischen Bemühungen des Vatikans hält.

Äthiopische Mädchen in der Grenzregion zu Eritrea; Fotograf: Jörg Böthling

Das neue missio magazin ist da! Im Fokus der Ausgabe steht Äthiopien – das Schwerpunktland unserer Aktionen rund um den Monat der Weltmission im Oktober. Was sich in den vergangenen Wochen in dem ostafrikanischen Land ereignet hat, ist nichts weniger als eine historische Wende. Das Friedensabkommen mit dem verfeindeten Nachbarn Eritrea ist Thema der großen Titelreportage "Endlich Frieden!". Außerdem im neuen Heft: Berichte und Informationen über Äthiopiens Hauptstadt Addis Abeba, über den größten Staudamm Afrikas und Haile Selassie, den letzten Kaiser des Kontinents.

Interview mit Prinz Asfa-Wossen Asserate, Foto: dpa

Den politischen Wandel in seinem Heimatland Äthiopien wertet der Großneffe des letzten äthiopischen Kaisers Haile Selassie, Prinz Asfa-Wossen Asserate, im Interview mit dem missio magazin als äußerst positiv: "Das gesamte äthiopische Volk sagt 'Nein' zu dem Regime, das der Westen aufgebaut hat. An einem einzigen Sonntag sind vier Millionen Äthiopier auf die Straße gegangen. Das ist der Frühling, auf den wir seit 27 Jahren warten."

missio München Philippinen-Referentin Stephanie Schüller im Gespräch

„Der Rückhalt für Präsident Rodrigo Duterte auf den Philippinen schwindet langsam aber sicher – selbst bei den einfachen Leuten, die seine Politik der Härte unterstützt haben“, betont Stephanie Schüller, Philippinen-Referentin bei missio München. In Zahlen ließe sich der Wandel noch nicht belegen. Doch missio-Projektpartner auf dem südasiatischen Inselstaat berichteten der Philippinen-Expertin in den vergangenen Wochen zunehmend vom Wandel des politischen Klimas im Land.

Pater J. Stamer, Bildquelle: P. Hans B. Schering

Angesichts des islamistischen Terrors im Norden Malis hat sich der christlich-islamische Dialog in dem westafrikanischen Land verstärkt. Das beobachtet Pater Josef Stamer, der seit 52 Jahren in Mali lebt und in Bamako das Institut zur christlich-islamischen Ausbildung gegründet hat, das missio mit Stipendien unterstützt. Doch Korruption, Arbeitslosigkeit und auch der Klimawandel werden zunehmend zum Problem. Ob die Präsidentschaftswahl Ende Juli Besserung bringt? Seine Einschätzung dazu äußert er in einem aktuellen Interview.

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