Das Titelbild des missio magazins zeigt ein Mädchen in einem Flüchtlingslager in Bamako/Mali. Foto: Jörg Böthling

Das missio magazin 1/2021 widmet sich in seiner neuesten Ausgabe den Themen Flucht und Herbergssuche. Die Titelreportage "(K)Ein Platz zum Leben" führt seine Leser*innen in das Flüchtlingslager von Faladié in Malis Hauptstadt Bamako. Geschätzt 1000 Menschen leben hier. Man nennt sie "Internally Displaced People" – zu Deutsch: Binnenflüchtlinge. Wie mehr als 200.000 Menschen aus Mali sind sie geflohen vor der Krise in ihrem westafrikanischen Heimatland. Außerdem im aktuellen Heft: Berichte, Interviews und Hintergrundinformationen über die brisantesten Neuigkeiten aus der Weltkirche.

86cceff04ad1e2c9e6c3d01618a3821e_w720_h369_cp missio München - Nachrichten

„Peulh“ gegen „Dogon“, ein Volk gegen das andere: Blutige Überfälle verwüsten ganze Dörfer in Mali und zwingen die Menschen dazu, ihre Heimatorte zu verlassen. Viele stranden in den Außenbezirken der Hauptstadt Bamako. Dort teilen die verfeindeten Völker das gleiche Schicksal miteinander.

14a6fffac154b7074cd09fd54d51b69e_w720_h369_cp missio München - Nachrichten

Innerhalb von Sekunden war nichts mehr wie davor: Als am Abend des 4. August 2020 im Hafen von Beirut knapp 2800 Tonnen Sprengstoffmaterial explodierten, starben 200 Menschen. Hunderttausende wurden obdachlos – und die mehr als 1300 Kinder und Jugendlichen des historischen Collège De La Salle Sacre Coeur im Zentrum der Stadt verloren ihre Schule. An die 1000 Fenster zerbarsten, Teile des Dachs und der Mauern stürzten ein, Wasserleitungen leckten. In den Räumen, die noch standen, waren Möbel und Ausstattung, wie Kopierer oder Computer, völlig zerstört.

4002f205f0c34c0f086200d82fd8b8ed_w720_h369_cp missio München - Nachrichten

In einem Bericht an missio München schildern missio-Partner eine erste Stabilisierung der Situation in der nordäthiopischen Region Tigray. "Seit der Information vom vergangenen Samstag (28.11.), dass die Regierungstruppen Mekele, die Hauptstadt der Region Tigray, eingenommen haben, verzeichnen wir einen Rückgang der Flüchtlingsströme Richtung Südsudan", berichtet der äthiopische Projektpartner. Die Infrastruktur der umkämpften Region sei jedoch massiv zerstört, Schulen und Gesundheitszentren verwüstet.

Spenden statt Geschenke: Speyerer Weihbischof Georgens unterstützt zum 70. Geburtstag missio-Projektpartner auf den Philippinen

Mit den besten Glück- und Segenswünschen gratuliert missio München seinem Zentralratsmitglied, dem Speyerer Weihbischof Otto Georgens, zum 70. Geburtstag. Als "großartiges Zeichen der Verbundenheit" wertet das Internationale Katholische Missionswerk, dass sich der Weihbischof anstelle von Geburtstagsgeschenken Spenden zugunsten des missio-Projektpartners Pater Danny Pilario auf den Philippinen gewünscht hat. Damit unterstützt der Weihbischof den Vinzentinerpater, der sich im Großraum Manila seit vielen Jahren um die Menschen in dem Armenviertel Payatas kümmert. Für diese ist die Situation gerade jetzt durch die Auswirkungen der strengen Corona-Maßnahmen und des jüngsten Taifuns ganz besonders prekär.

0125a3b28fcff91bacd48c711eedd670_w720_h369_cp missio München - Nachrichten

Menschen mit Behinderung werden in vielen Ländern der Einen Welt noch immer diskriminiert und ausgeschlossen. Dagegen kämpft missio München mit seiner Projektarbeit in Afrika, Asien und Ozeanien an. "Wir müssen für Menschen mit Behinderung einstehen, sie fördern und ihnen und ihren Familien die Möglichkeit auf ein Leben in Würde ermöglichen. Die Diskriminierung von Menschen mit Behinderung ist nicht hinnehmbar", betont missio-Präsident Monsignore Wolfgang Huber zum Internationalen Tag der Menschen mit Behinderung am 3. Dezember (Donnerstag).

missio-Veranstaltungen zum Internationalen Tag der Menschenrechte. Thema unter anderem: Die gnadenlose Politik Dutertes auf den Philippinen

Rund um den Tag der Menschenrechte am 10. Dezember hat missio München zwei digitale Veranstaltungen zu dem wichtigen Thema angeboten: den Online-Live-Talk "Politik ohne Gnade - Wie Präsident Duterte auf den Philippinen erbarmungslos durchgreift" am 9. Dezember (18.00 Uhr) und die Online-Veranstaltung "Die Menschenwürde achten" am 10. Dezember (19.00 Uhr).

Zeichen der Hoffnung in umkämpfter Region in Äthiopien: missio München und die Bayerische Staatskanzlei helfen!

Gemeinsam mit der Bayerischen Staatskanzlei sichert missio München mit insgesamt 700.000 Euro den Zugang zu sauberem Trinkwasser in der umkämpften Region Tigray im Norden Äthiopiens. Mit rund 550.000 Euro fördert die Bayerische Staatskanzlei die Zusammenarbeit mit den Projektpartnern von missio München. Etwa 12.000 Menschen in den umliegenden Dörfern und in sechs Grundschulen erhalten dadurch Zugang zu sauberem Wasser und zu Latrinen.

Kohlemine in Sambia

Die Menschen werden umgesiedelt, ihre Felder bringen keinen Ertrag mehr. Lethargie und Hoffnungslosigkeit machen sich breit. Im Süden von Sambia zerstört der Kohlebergbau die Lebensgrundlage vieler Dorfbewohner.

Susanne Meierhofer

Susanne Meierhofer, Leiterin der Abteilung Fundraising und Spenderkommunikation beim Internationalen Katholischen Missionswerk missio München, ist im Oktober in den Vorstand der Münchener Universitätsgesellschaft gewählt worden. Der 1922 gegründete Förderverein der Ludwig-Maximilians-Universität zählt derzeit etwa 2000 Mitglieder und ist damit einer der ältesten und größten Universitäts-Fördervereine Deutschlands.

0125a3b28fcff91bacd48c711eedd670_w720_h369_cp missio München - Nachrichten

Schon früh müssen sie lernen, sich in einer Welt zurechtzufinden, die sie nicht sehen können. Dabei wären die allermeisten Erblindungen vermeidbar gewesen. Ein Besuch in der St. Raphael Blindenschule im äthiopischen Gonder.

Text: Steffi Seyferth / Fotos: Jörg Böthling

Preisträger des Menschenrechts-Filmpreises: For Sama

In fünf Kategorien wird der renommierte Deutsche Menschenrechts-Filmpreis vergeben. Inzwischen stehen die Preisträger 2020 fest, die Verleihung findet am Samstag (5. Dezember) von 19 bis 20 Uhr statt und wird live im Internet übertragen. Es moderiert Christoph Süß vom Bayerischen Rundfunk. 

­