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„Corona? Nein, das ist hier wirklich kein Thema. Viele hier glauben nicht einmal, dass es das gibt. Die Frage, die sich für die Menschen hier stellt, ist, wie sie genug zu essen auftreiben können“, steht in der E-Mail. „Ich hoffe, das reicht als Antwort. Ich habe nämlich kein bisschen Zeit, ich bin ständig in den Dörfern. Die Nahrungsmittel werden knapp, jetzt werden die Mädchen verheiratet, denn so können sich die Familien Geld sparen. Gruß, Marie Catherine Kingbo, Ordensoberin der Fraternité des Servantes du Christ, Maradi, Niger.“

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Mit schwerem Gerät und über 1.000 Soldaten versucht die deutsche Bundeswehr, ihren Teil zur Friedensmission MINUSMA beizutragen. Doch der Norden von Mali wird weiterhin von Rebellen und Terrorgruppen bedroht - und das ganze Land ist in der Krise. Frieden schaffen mit Waffen - kann das gehen?

Bischof Oster (rechts) und missio-Präsident Huber bereisten im Februar 2020 mit einer Delegation aus dem Bistum Passau den Senegal.

Im Interview mit dem missio magazin spricht der Passauer Bischof Dr. Stefan Oster über die Kirche in Zeiten von Corona, seine Reise mit missio in den Senegal und die Menschenpflicht, dafür zu sorgen, dass auch die Generationen nach uns noch menschenwürdig leben können.

Bildquelle: privat

Mary John Mananzan wurde von philippinischen Regierungskreisen vor kurzem als "Terroristin" gebrandmarkt – und kämpft dennoch weiter für die Menschenrechte in ihrer Heimat. Sie kann einfach nicht anders: Sobald sie irgendwo Unrecht spürt, muss sich Schwester Mary John Mananzan zu Wort melden – auch mit 82 Jahren, unerschrocken und unermüdlich. Als vor kurzem die regierungskritische philippinische Journalistin Maria Ressa in einem Verleumdungsprozess verurteilt wurde, kritisierte die Missionsbenediktinerin die Entscheidung heftig.

missio magazin 5-2020

Westafrika ist die Schwerpunktregion des diesjährigen Monats der Weltmission im Oktober 2020. Für die Ausgabe 5/2020 des missio magazins haben wir mit Bischof Oster, dessen Diözese Passau Gastgeber für den Höhepunkt und Abschluss am 25. Oktober ist, über seine Erfahrungen während der Delegationsreise nach Senegal gesprochen. Ein Experte für die Sahelzone und Entwicklungsminister Müller betrachten die Region von ihrer jeweiligen Warte aus. Natürlich stellen wir Ihnen unsere Gäste und einige der geplanten Aktivitäten vor. Nicht zuletzt begleiten wir Christian Selbherr und Barbara Brustlein auf ihren Reportagereisen nach Mali und Niger.

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Nach der Explosionskatastrophe in Beirut unterstützt missio München seine Projektpartner im Libanon. "Uns hat von den La Salle Brüdern jetzt ein dringender Hilferuf erreicht", informiert missio-Präsident Monsignore Wolfgang Huber. "Die verheerende Explosion im Hafen von Beirut hat in drei Schulen, die von den Christlichen Schulbrüdern unterhalten werden, einen enormen Schaden hinterlassen. Mit einer ersten Spende von 10.000 Euro wollen wir den Wiederaufbau an den Schulen ermöglichen und natürlich auch Familien helfen, die durch die Katastrophe alles verloren haben."

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Aus Burkina Faso hat uns ein dringender Hilferuf ereilt: Seit einigen Jahren wird das Land immer wieder von schweren terroristischen Anschlägen erschüttert. Nach Angaben des UNHCR von August sind in dem westafrikanischen Staat derzeit mehr als eine Million Menschen auf der Flucht, um Gewalt und Terror zu entgehen. Die Angst vor terroristischen Anschlägen ist allgegenwärtig. Durch die sich ausbreitende Corona-Pandemie spitzt sich die Notlage der Menschen nun noch weiter zu.

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Angesichts der dramatischen Situation für bald eine Million Binnenflüchtlinge in Burkina Faso warnt missio-Präsident Monsignore Wolfgang Huber zum Höhepunkt der Regenzeit vor einer humanitären Katastrophe in dem westafrikanischen Land. "Innerhalb nur eines Jahres hat sich die Zahl der Geflohenen in Burkina Faso fast verzehnfacht. Überwiegend sind es Frauen und Kinder, völlig auf sich gestellt, vom Terror verängstigt und traumatisiert, die jetzt unter provisorisch befestigten Planen knietief im Wasser ausharren müssen. Die Nahrungsmittel sind knapp. Landesweit wurden viele Gesundheitsstationen aufgrund der kritischen Sicherheitslage aufgegeben. Den Menschen drohen Hunger und die Gefahr, dass Krankheiten ausbrechen."

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„Im Jahr 2030 werden 90 Prozent der Weltbevölkerung ein religiöses Fundament haben, das für ihr Leben eine wichtige Rolle spielt. Etwas so Wichtiges kann ich aus dem gesellschaftlichen Leben nicht herausdividieren“, betont missio-Präsident Monsignore Wolfgang Huber in einem Interview für den gerade erschienenen Jahresbericht zur Arbeit des Internationalen Katholischen Missionswerks missio München im vergangenen Jahr. „Man kann Politik und gerade auch Entwicklungspolitik nicht betreiben, wenn man die Religionen ausspart.“

missio Muenchen Jahresbericht 2019

missio München hat im vergangenen Jahr 920 Projekte mit 11.795.357,36 Euro gefördert. Das geht aus dem jetzt veröffentlichten Jahresbericht 2019 hervor. Mehr als die Hälfte der Summe floss erneut an Länder in Afrika. Insgesamt engagierte sich das Hilfswerk in 51 Ländern. missio-Präsident Monsignore Wolfgang Huber dankt allen Unterstützern: "Unsere Arbeit wäre nicht möglich ohne unsere Spender und Förderer. Gerade jetzt in der Corona-Krise zeigt sich, dass unsere Unterstützer weiterhin an unserer Seite sind – obwohl auch in Deutschland die Situation für viele nicht einfach ist. Ich bin zuversichtlich, dass sich das weltkirchliche Netzwerk auch in der Krise als tragfähig erweist."

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Mehr als 1,7 Millionen Euro haben Priester in Deutschland im vergangenen Jahr mit der Solidaritätsaktion "Priester helfen Priestern in der Mission" (PRIM) für ihre Amtskollegen in Afrika und Asien gespendet. Wie aus dem aktuellen Rechenschaftsbericht von missio und der Arbeitsgemeinschaft der Priesterräte in Deutschland hervorgeht, konnten damit 7.679 Priester in 23 Ländern gefördert werden.

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Für die Handy-Spendenaktion „Mach mehr aus deinem alten Handy: Es ist Gold wert!“ des katholischen Hilfswerks missio München ist das 25.000. Handy eingegangen. Seit ihrem Start im Herbst 2017 haben sich Verbände wie das Kolpingwerk Deutschland, die Katholische Landjugendbewegung (KLJB), die Deutsche Pfadfinderschaft Sankt Georg (dppsg) sowie zahlreiche Schulen, Firmen, Institutionen und Pfarreien an der Aktion beteiligt. Das 25.000. Handy wurde jetzt von einer Vertreterin der Pfarreien St. Joseph in Tutzing und Christkönig in Penzberg abgegeben.

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