Hilfswerke rufen zum "Welttag der Armen" zu Solidarität auf.

Streck dem Armen deine Hand entgegen"So lautet das Leitwort des Welttages der Armen im Jahr 2020, das dem Alten Testament (Sir 7,32) entnommen ist. "Der Einsatz für die Armen ist keine bloße Option, sondern eine Notwendigkeit für authentischen Glauben", hat Papst Franziskus in seiner Botschaft zum Welttag der Armen geschrieben. "Angesichts der Corona-Pandemie ist dieser Satz eine klare Ansage: Wir dürfen die Armen nicht vergessen!", betont Pfarrer Christian Hartl, der Sprecher der katholischen weltkirchlichen Hilfswerke (Misereor, Adveniat, Renovabis, Missio Aachen und München, Caritas international und des Kindermissionswerks "Die Sternsinger"). Auch für Hartl "zeigt sich der Glaube im Tun".

Schwere Arbeit in der Mine

Jedes Handy zählt! In der "Woche der Goldhandys" vom 7. bis 15. November 2020 rufen missio München und Aachen sowie zahlreiche Kolpingpartner dazu auf, ausgediente Handys und Smartphones abzugeben. Denn sie sind in der Tat Gold wert, wenn sie nicht nutzlos herumliegen oder im Müll landen, sondern wenn ihre Rohstoffe, die unter prekären und gesundheitsgefährdenden Umständen abgebaut worden sind, recycelt werden.

Corona-Helferinnen in Malawi

Afrika muss zwar nicht befürchten als Versuchsfeld für neue Corona-Impfstoffe missbraucht zu werden, gerecht wird die globale Verteilung von Impfstoffen auch nicht ablaufen. Diese ernüchternde Prognose stellt der Münchener Tropenarzt Dr. Günter Fröschl im Hinblick auf die künftige Entwicklung der weltweiten Pandemie.

Cover des Erwachsenenbildungsprogramms von missio München. Foto: Friedrich Stark

Meditationskurse, Vortragsreihen, Kapellenführungen und Mitmachaktionen: Das neue Erwachsenenbildungsprogramm von missio München bietet eine Fülle weltkirchlich relevanter Themen. In verschiedenen Veranstaltungsformaten – entsprechend der jeweiligen Situation rund um die Corona-Pandemie angepasst – gibt es von Oktober 2020 bis Mai 2021 Vorträge und Workshops mit gesellschaftlichen, politischen und musikalischen Eindrücken aus den missio-Partnerländern.

Burkina Faso Flüchtlinge Jörg Böthling

Lange wurde Burkina Faso gepriesen als Vorbild für das gute Zusammenleben von Völkern und Religionen. Doch jetzt erschüttern Gewalt und Terror das Land in Westafrika. Die Zahl der Flüchtlinge hat die Millionengrenze überschritten – laut Vereinten Nationen ist es die am schnellsten wachsende humanitäre Katastrophe weltweit. Was haben die Menschen erlebt? Und wo sollen sie hin?

Sonntag der Weltmission im Passauer Dom. Foto: Friedrich Stark

Unter erschwerten Corona-Bedingungen haben missio München und die Diözese Passau den Sonntag der Weltmission (25. Oktober) – den bundesweiten Höhepunkt und Abschluss des Monats der Weltmission – gefeiert. Gemeinsam mit dem Passauer Bischof Stefan Oster SDB zelebrierten Bischof Jonas Dembelé aus Kayes in Mali und missio-Präsident Monsignore Wolfgang Huber den Festgottesdienst im Passauer Dom. Im Mittelpunkt der Aktionen rund um die größte Solidaritätsaktion der Katholiken weltweit stand in diesem Jahr das Leitwort "Selig, die Frieden stiften – Solidarisch für Frieden und Zusammenhalt" sowie die Region Westafrika.

ead2bba584c1ca64489d34e115296cb0_w720_h369_cp missio München - Nachrichten

Trotz Masterarbeit engagiert sich Teresa Hohmann im Weltmissionsmonat. Die in Göttingen geborene Theologiestudentin lebte im Zuge eines Sozialprojekts schon auf einer Mülldeponie in Jakarta, machte eine Studienreise nach Kenia und absolvierte einen Freiwilligendienst in einem Behindertenzentrum in Tansania. Hier spricht sie über ihre Liebe zu Afrika und warum ihr der interreligiöse Dialog am Herzen liegt.

Manfred Weber, EVP-Vorsitzender im Europäischen Parlament

Europa müsse über den Tellerrand schauen und als Partner für Afrika agieren, fordert Manfred Weber, Vorsitzender der EVP-Fraktion im Europäischen Parlament. Der 48 Jahre alte CSU-Vize befindet sich derzeit zu Hause im niederbayerischen Wildenberg in Quarantäne, da er Kontakt mit einem Corona-Infizierten hatte. Deshalb musste er seinen Gastvortrag am Weltmissionssonntag in Passau absagen. Sein Terminkalender ist allerdings nicht weniger gefüllt als sonst, wie er im missio-Interview erzählt.  

Jana Schmitt

Jana Schmitt, 19 Jahre alt und aus Bamberg, ist schon von klein auf engagiert: als Ministrantin, Mitglied der Pfarrjugend Reckendorf, Rettungsschwimmerin, Schulsanitäterin, Schülersprecherin und so manchem mehr. Kein Wunder, dass sie sich nach ihrem Abitur für ein Freiwilligenjahr entschieden hat: Sie ging in den Senegal. Im Weltmissionsmonat ist sie für missio München im Einsatz: unter anderem übersetzt sie Live-Gespräche mit Gästen, die Corona-bedingt leider nicht zu Besuch kommen konnten und erzählt von ihren Erfahrungen im Senegal. 

Das Titelbild des missio magazins zeigt einen Arbeiter in einer Kohlemine in Sambia. Foto: Jörg Böthling

Das  missio magazin bringt Sie mit seiner Ausgabe 6/2020 in die afrikanischen Länder Sambia und Burkina Faso. Das Titelbild zeigt einen Arbeiter einer Kohlemine im Süden von Sambia. Dort zerstört der Kohlebergbau die Lebensgrundlage vieler Dorfbewohner. Die Reportage "Die Mine der Misere" rund um die chinesische Mine zeigt deutlich, mit welchen Schwierigkeiten die Menschen in rohstoffreichen, aber armen Ländern zu kämpfen haben. Ihre Regierungen machen ausländischen Investoren teils große Zugeständnisse, um die Wirtschaft anzukurbeln und in einigen Fällen auch, um von diesen Geschäften selbst zu profitieren.

missio-Online-Live-Talks mit Gästen aus Westafrika.

Im Monat der Weltmission hat missio München traditionell Projektpartner aus Afrika, Asien oder Ozeanien zu Gast, die bei Veranstaltungen und in Vorträgen in Bayerns (Erz-)Bistümern und in der Diözese Speyer über die Lage der Menschen und der Kirche in ihrer Heimat berichten. Wegen der besonderen weltweiten Corona-Situation nehmen in diesem Jahr die Gäste aus der Schwerpunktregion Mali, Niger und Burkina Faso meist virtuell an den missio-Veranstaltungen teil. Dazu haben wir vier Online-Live-Talks veranstaltet, die Sie sich auf unserer Facebook-Seite ansehen können.

Der Terror hat Mali immer fester im Griff. Foto: Jörg Böthling

Der Terror hat den Sahel immer fester im Griff. Seit rund acht Jahren destabilisieren Islamisten die westafrikanische Region, die sich einst mit Musterdemokratien wie Mali schmückte. Wie internationale  Militäreinsätze zu bewerten sind, warum es der interreligiöse Dialog auf die Agenda der Bundesregierung geschafft hat, und welchen Anteil Bildung und Wirtschaft am Frieden haben, erklärt der Westafrika-Experte Matthias Basedau.

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