Rechenschaftsbericht PRIM 2017

Mit der Solidaritätsaktion "Priester helfen einander in der Mission" (PRIM) haben Priester in Deutschland im vergangenen Jahr mehr als 1,7 Millionen Euro für ihre Amtskollegen in Afrika und Asien gesammelt. Wie aus dem aktuellen Rechenschaftsbericht von missio und der Arbeitsgemeinschaft der Priesterräte in Deutschland hervorgeht, erhielten damit 8.630 Priester in 25 Ländern eine einmalige Unterhaltshilfe von 200 Euro.

Tesfaselassie Medhin, Bischof der Eparchie Adigrat (zweiter von links), bei der Begegnung mit dem Regensburger Bischof Voderholzer (Mitte) und missio-Präsident Monsignore Huber (rechts)

Bischof Voderholzer und missio-Präsident Huber bereisen im Rahmen der Äthiopien-Delegationsreise die Grenzregion zu Eritrea. Seit knapp 20 Jahren sind die beiden Nachbarländer in einem politischen Schwebezustand. „Unser Hauptaugenmerk liegt darauf, den traumatisierten Menschen zu helfen und Versöhnungsarbeit zu leisten“, sagt Tesfaselassie Medhin, Bischof der Eparchie Adigrat, bei einer Begegnung mit dem Regensburger Bischof Rudolf Voderholzer und missio-Präsident Monsignore Wolfgang Huber.„Hier herrscht weder Krieg noch Frieden“, betont Medhin. „Die Gesprächsbereit­schaft zwischen den Regierungen ist Voraussetzung für einen Wandel."

WMS-Delegationsreise 2018

Bischof Voderholzer und missio-Präsident Huber treffen Kardinal in Addis Abeba

Eine Delegation unter Leitung des Regensburger Bischofs Rudolf Voderholzer und missio-Präsident Monsignore Wolfgang Huber ist am Freitag, den 8.Juni 2018, in Äthiopien eingetroffen und vom Erzbischof von Addis Abeba empfangen worden. Berhaneyesus Demerew Kardinal Souraphiel dankte den deutschen Partnern in der äthiopischen Hauptstadt für ihre Solidarität – gerade in diesen politisch ungewissen Zeiten: „Wir hoffen, dass es der neuen Regierung gelingt, soziale Themen voranzubringen und das Land wieder zu einen“, sagte der Kardinal.

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Papst Franziskus ruft 130 Nationaldirektoren der Päpstlichen Missionswerke in Rom zu mutigen und kreativen Veränderungen auf

"Wir müssen die Dinge stets neu machen: das Herz, die Werke, die Organisationen. Wir müssen uns erneuern, damit wir nicht im Museum enden", appellierte Papst Franziskus bei der Jahrestagung an die Direktoren der päpstlichen Missionswerke, die am vergangenen Freitag in Rom zusammengekommen waren. missio-Präsident Monsignore Wolfgang Huber war gemeinsam mit weltweit 130 Nationaldirektoren zu Jahrestagung und Papstaudienz nach Rom gereist.

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Durch die Mitunterzeichnung des offenen Briefes "Kennzeichen christlicher und sozialer Politik" unterstützt missio-Präsident Monsignore Wolfgang Huber den Appell für eine menschliche Flüchtlingspolitik: "Im politischen Tagesgeschäft und im Ringen um Lösungen darf dass Bewusstsein dafür nicht verloren gehen, dass keine gesetzliche Obergrenze, keine Abschottungs- und Ausgrenzungspolitik gegenüber Flüchtlingen dauerhaft verhindern kann, dass Menschen aus den ärmsten Teilen der Welt sich auf den Weg machen, um im reichen Europa eine bessere Zukunft zu finden.“

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Homs – Aleppo – Afrin – Damaskus – Ost-Ghouta: Diese Städte und Regionen sind Brennpunkte des entsetzlichen Bürgerkriegs in Syrien, der das Land und die ganze Welt erschüttert. Seit nunmehr sieben Jahren berichten Medien nahezu täglich über blutige Anschläge, immer neue Militäroffensiven und das unvorstellbare Leid der syrischen Bevölkerung. Schätzungen zufolge wurden mehr als 500 000 Menschen getötet. Etwa 12 Millionen Syrer mussten ihre Heimat verlassen, um ihr Leben zu retten. Unzählige Kinder können nicht mehr zur Schule gehen.

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Der Präsident von missio München, Monsignore Wolfgang Huber, hat sich erfreut über die angekündigte Ernennung neuer Kardinäle durch Papst Franziskus gezeigt: "Mit dem Patriarchen der chaldäisch-katholischen Kirche im Irak, Louis Raphael I. Sako, und dem Erzbischof des pakistanischen Karachi, Joseph Coutts, ernennt Papst Franziskus zwei Fürsprecher einer Kirche, die sich großen Herausforderungen stellen muss. Der Papst "vom Ende der Welt" zeigt uns immer wieder, dass die Welt eben kein Ende hat, sondern dass wir in Verantwortung füreinander stehen."

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Anlässlich des Weltgebetstags für die Kirche in China (24. Mai ) hat missio-Präsident Monsignore Wolfgang Huber dazu aufgefordert, ein deutliches Zeichen der Solidarität mit der Kirche in China zu setzen: "Angesichts verschärfter Vorschriften zur Verwaltung von Religionen seitens der chinesischen Regierung müssen wir unsere Brüder und Schwestern in China wissen lassen, dass wir die Vorgänge dort mitverfolgen und sie in unsere Gebete einschließen."

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Wie sieht gelungenes unternehmerisches Engagement in Afrika aus? Darüber sprachen der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Reinhard Kardinal  Marx, der Leiter der Weidmüller Akademie, Dr. Eberhard Niggemann, und der Präsident von missio München, Monsignore Wolfgang Huber, am 16. Mai in St. Bonifaz in München. Gleich zu Beginn des Abends forderte Kardinal Marx, den Fortschrittsbegriff größer zu denken und erinnerte an die Papst-Enzyklika "Laudato Si".

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Die missio-eigene Stiftung ecclesia mundi ist zum Start des Deutschen StiftungsTages am Mittwoch (16. Mai) in Nürnberg mit dem Qualitätssiegel für gute Treuhandstiftungsverwaltung ausgezeichnet worden. Mit dem vom Bundesverband Deutscher Stiftungen e.V. verliehenen Siegel werden Stiftungen ausgezeichnet, die in besonderer Weise für Qualität und Transparenz stehen.

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Großer Andrang in Münster: Rund 90 000 Besucher kamen vom 9. bis 13. Mai zum 101. Katholikentag, um gemeinsam unter dem Leitwort „Suche Frieden“ Gottesdienste zu feiern, über Christsein und Glauben zu diskutieren und sich bei mehr als 1000 Veranstaltungen über Themen der Kirche und Weltkirche zu informieren. Auch missio war mit einem Stand im sogenannten Eine-Welt-Quartier an der Aegidiikirche und Programmpunkten auf der Eine-Welt-Bühne in Münster vertreten.

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Umstrittenes Referendum: Am 17. Mai 2018 soll das ostafrikanische Land über eine Amtsverlängerung des Präsidenten abstimmen. "In Burundi könnte jederzeit wieder ein gewalttätiger Konflikt ausbrechen", sagt der Erzbischof von Gitega, Simon Ntamwana, dem von missio München herausgegebenen missio magazin. Eine Verfassungsänderung soll es Präsident Pierre Nkurunziza ermöglichen, bis 2034 an der Macht zu bleiben. Am 17. Mai soll ein Referendum darüber entscheiden.

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